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	<title>Theatertreffen der Jugend &#187; Peanuts</title>
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	<description>Das Festival-Blog</description>
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		<title>Peanuts &#8211; Psycho-Prügel</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olga Galicka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Otto Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend war schwierig. Schwieriges Thema. Schwierige Umsetzung. Schwieriges Stück. Auch schwer, darüber zu reden. Die Stimmen zum Stück musste die FZ aus dem schweigsamen Publikum regelrecht rausprügeln. Und wenn wir schon beim Prügeln sind: Geprügelt wurde gestern viel. Ich fühle mich gewissermaßen auch verprügelt. Was der Jugendclub des Hans-Otto-Theaters da skizziert hat, ist eine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_393" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-393" title="pict0110" src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/pict0110.jpg" alt="pict0110" width="480" height="239" /><p class="wp-caption-text">Foto: Skarlett Röhner</p></div>
<p>Gestern Abend war schwierig. Schwieriges Thema. Schwierige Umsetzung. Schwieriges Stück. Auch schwer, darüber zu reden. Die Stimmen zum Stück musste die FZ aus dem schweigsamen Publikum regelrecht rausprügeln. Und wenn wir schon beim Prügeln sind: Geprügelt wurde gestern viel.</p>
<p>Ich fühle mich gewissermaßen auch verprügelt. Was der Jugendclub des Hans-Otto-Theaters da skizziert hat, ist eine beängstigende Zukunftsvision. Und wenn ich sagen würde, dass mich der zweite Akt kalt gelassen hat, dann würde ich lügen. Ein paar Mal musste ich mir doch auf die Nägel beißen und meine Hände kneten und die Augen aufreißen. Nicht, weil ich brutale Foltermethoden gesehen habe. Sondern, weil diese eben nicht da waren.</p>
<p>Erschüttert hat mich die Erniedrigung auf der psychischen Ebene. Das dringende Bedürfnis der Gefängniswärter, ihre Frustration über die eigene mittelmäßige Lebenssituation, durch Machtausüben über die Macht- und Wehrlosen vergessen zu machen. Sie sind nur ein unbedeutendes Glied in einer Kette, dass sich aber traurigerweise darüber definiert, die Massen unter ihnen fertig zu machen. Die Gefangenen sollen singen, Tiere spielen, die Untergebenen des Königs mimen.</p>
<p><span id="more-388"></span></p>
<p>Später im Zelt hört man tausende von Assoziationen vom KZ und Köpenicker Blutwoche bis DDR, Stasi oder „Das Experiment“ (googeln, wers nicht kennt). Irgendwie stimmt es ja doch, dass es immer und überall passieren kann. Und  das war das Erschreckende. Und gerade deswegen fand ich den Aufhänger an den Folgen der Globalisierung und den Bezug auf bestimmte Ereignisse eher enttäuschend. Zu wörtlich war das Ganze. Zu wörtlich wurde das „Politische im Persönlichen“ und das „Persönliche im Politischen“ gesucht. Zu einfach wollte man das Konzept durch die Übertitel erklären. Oben noch das Schengener Abkommen und unten von „Wasser und Pipi“ reden. Hm.</p>
<p>Konsequent fand ich das Ganze auch nicht. Im Programmheft habe ich gelesen, dass die Gestiken der Peanuts konsequent ihren Lebensumständen angepasst wurden. Hat sich im Programmheft auch logisch angehört, aber ehrlich gesagt habe ich das bei der Aufführung nicht so gesehen. Der Bruch von Akt I zu Akt II war für mich zu hart. Zu überladen schien mir im ersten Akt die Bühne. Es wurde viel geredet, aber was man damit genau sagen wollte, kam nicht raus.</p>
<p>Auffällig war auch, dass nach dem Stück viele gesagt haben, sie habens nicht verstanden. Hätte ich ehrlich gesagt auch nicht, hätte ich das Programmheft nicht vorher gelesen. Und es mag ja sein, dass das Stück so angelegt ist, aber man muss doch selbst eine Quintessenz rausziehen können, ohne dass jemand es für einen auseinanderpflückt, zerkaut und in den Mund legt. Enttäuschend fand ich vor allem aber den letzten Satz. Er war so essenziell, kam aber vollkommen zu kurz. Zu spät kam man auf das, was man eigentlich die ganze Zeit sagen wollte. Und Fragen über Fragen habe ich jetzt immer noch. Naja, vielleicht werden diese ja noch in den nächsten Tagen im Festivalzelt geklärt. Bis dahin scheiden sich die Geister.</p>
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		<title>Peanuts &#8211; Erklärcomic</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Wenzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>

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		<description><![CDATA[Da fängt es an, das Festival, und gleich mit einem Stück, bei dem es zugegebner Ma-ßen schwer fällt zu sagen, wie es war. Die-se Frage soll aber an dieser Stelle beant-wortet werden. Ich will es mal versuchen. Zu erst einmal beruhigende Worte, schlecht war es nicht. Es hatte Qualität, ohne Zweifel. Es war technisch wunderbar&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_396" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-396" title="pict0104" src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/pict0104.jpg" alt="pict0104" width="480" height="319" /><p class="wp-caption-text">Foto: Skarlett Röhner</p></div>
<p>Da fängt es an, das Festival, und gleich mit einem Stück, bei dem es zugegebner Ma-ßen schwer fällt zu sagen, wie es war. Die-se Frage soll aber an dieser Stelle beant-wortet werden. Ich will es mal versuchen.</p>
<p>Zu erst einmal beruhigende Worte, schlecht war es nicht. Es hatte Qualität, ohne Zweifel.  Es war technisch wunderbar umgesetzt. Ich glaube der Gruppe sofort, wenn sie erzählt, dass sie lange und gründ-lich an den Bewegungsmustern ihrer Figu-ren gearbeitet haben. Wer einmal die Peanuts als Comic gesehen hat und mag, schwelgt wahrscheinlich  in den ersten fünf Minuten in Glück. Lucy stemmt gekonnt die Hände in die Hüften und schiebt die Unterlippe nach vorn, Sally fuchtelt wie wild und klaut die Aufmerksamkeit der Zuschauer, und Pig Pen schafft es, dass Lydia sich im Publikum ziemlich ekelt. Da ich weitgehend ohne Fernseher aufge-wachsen bin, kann ich nicht tiefer darauf eingehen, aber nach dem Ansehen einiger You Tube Folgen sag ich mal: Hut ab für die Körpersprache. Und auch sonst stim-men die Timings weitgehend, im zweiten Akt wird es etwas wackliger, aber im Ge-samtbild sieht man hier vor allem eines: viel Arbeit dahinter.</p>
<p><span id="more-374"></span></p>
<p>Und auch sonst – Bühnenbild und Requisi-ten minimal gehalten und damit Figuren in Kostümen genug Platz zum Wirken gelas-sen. Und man nimmt sie ihnen zumeist ab, ihre Aufregung, ihre Wut, ihre Unsicher-heit. Besonderes Buddy, also Charlie Brown, sollte an dieser Stelle gelobt wer-den. Yeah!</p>
<p>Vieles, was man jetzt positiv hervorheben kann, mag am Stück liegen. Das finde ich gut! Ich mag die universelle Übertragung auf die Comicfiguren, ich mag die Texte, die auf einem guten Weg zwischen emoti-onal und lustig sind, ich mag die klar defi-nierten Charaktere, die doch sehr realisti-sche erscheinen, und „ja, es gibt wohl sehr viele Buddys, in dieser Welt“. Und zuletzt find ich die Inhaltlichkeit einfach dufte, sehr klar, genau richtig anspruchsvoll und aussagekräftig. Wahrscheinlich führen wir uns wirklich viel zu wenig vor Augen, wie politisch doch unsere alltäglichen Ent-scheidungen sind, und dass wie wir in ei-ner Gruppe miteinander umgehen, der di-rekten Übertragung standhalten muss, wie wir in einer Gesellschaft miteinander um-gehen wollen. Dass wir eben nicht einfach positionslos bleiben dürfen.</p>
<p>Ein gutes Stück gut umgesetzt.<br />
Aber irgendwie… irrrrrgennnnnd-wie…..ähhhh ….. bin ich trotzdem nicht voller Jubelschreie und auch die Frage warum, das will an dieser Stelle beantwor-tet werden. Es fehlte was, sagen wir, die Tiefe. Das Stück von sich aus tief genug (?), aber irrrrrrgendwie darf es dabei nicht bleiben. Das Thema ist zu wichtig, um es perfekt runterzuspielen, gerade in Akt zwei wird es zur Schablone, auf einmal genügen die Comicfiguren nicht mehr, um den Text zu füllen. Die Gruppe bleibt bis zum Ende konsequent. Ich frage, ob es sich hier nicht lohnt zu brechen (nee, nicht so wie ihr jetzt denkt) mit der Struktur.  Denn es bekam seine Längen da unten im Gefängnis Ge-nuas. Und das hätte ja nicht sein müssen. Was auch nicht hätte müssen sein, ist so zu tun, als wäre ob das Publikum nicht helle genug wäre, und deshalb die politisch- persönlichen und persönlich-politischen Themen per Power Point einzublenden. Das machte es noch mehr zur Lehrveran-staltung. Ein Erklärcomic, der einem zwar nah geht, aber dabei genauso eindimensio-nal bleibt wie die untiefe Bühne Wo ist die andere Seite?<br />
Wo bleiben die Fragen nach der Wirklich-keit der Schablone, nach der Schuld auf beiden Seiten, nach der Option für die Buddys dieser Welt, die es zwischen offi-ziell und halboffiziell nicht schaffen, ein-mal nein zu sagen und auf eigenen Kopf und eigenes Herz zu hören.</p>
<p>Es ist eben wie mit einem Comic der mir erklärt das die Welt schlecht ist, auf die einsame Insel würde ich das Buch mit-nehmen das sagt wie es besser geht.</p>
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		<title>Peanuts &#8211; Wer den Baseballschläger schwingt</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 17:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Baseballschläger]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuerst wirkt Peanuts wie ein leichtes, amüsantes Jugendstück. Buddy soll auf eine Wohnung aufpassen, eine Wohnung mit Designer-Couch, 58-Zoll-Fernseher und moderner Skulptur im Wohnzimmer. Eine richtige Luxuswohnung eben, deren Erhabenheit auch durch die hohe Ebene, auf der sie sich befindet, spürbar wird. Ihre Besucher steigen von unten zu ihr herauf. Es sind Buddys Freunde oder&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_421" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-421" title="pict0093" src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/pict0093.jpg" alt="pict0093" width="480" height="319" /><p class="wp-caption-text">Foto: Skarlett Röhner</p></div>
<p>Zuerst wirkt Peanuts wie ein leichtes, amüsantes Jugendstück. Buddy soll auf eine Wohnung aufpassen, eine Wohnung mit Designer-Couch, 58-Zoll-Fernseher und moderner Skulptur im Wohnzimmer. Eine richtige Luxuswohnung eben, deren Erhabenheit auch durch die hohe Ebene, auf der sie sich befindet, spürbar wird. Ihre Besucher steigen von unten zu ihr herauf. Es sind Buddys Freunde oder vermeintliche Freunde oder Freunde von Freunden oder Freunde von vermeintlichen Freunden – wie auch immer, jedenfalls erobern sie die Wohnung, ohne dass Buddy ihnen Einhalt gebieten kann. Es wird mit Chips und buntem Puffreis gekrümelt, Cola und Fanta spritzen, der Fernseher läuft, Buddy verzweifelt. Er kann nicht nein sagen, die anderen kennen keine Rücksicht: „Egal, was ich will, ich will es ganz und sofort!“</p>
<p><span id="more-357"></span></p>
<p>Man erkennt die Peanuts sofort: Das Ensemble hat Kostüme, Gestik und auch die Charaktere der von Charles M. Schultz geschaffenen Comic-Figuren um Charlie Brown sorgfältig adaptiert. Auch wenn ihr Spiel manchmal etwas überdreht wirkt, ist es vor allem voll von Elan und Energie. Die Spieler überzeugen durch starke Bewegungen, exakte und gelungene Choreographien, deutliche Artikulation, authentisches Sprechen und eine Mimik, die die Schwebe zwischen Comic und Realität hält. Die Ticks der Comic-Helden wirken nicht nervig, sie machen sympathisch. Da verzeiht man es auch, wenn Linus alias Minus anfängt, seine T-Shirt-Streifen zu verlieren.</p>
<p>Allerdings soll Peanuts kein leichtes, amüsantes Jugendstück sein, und dieser Eindruck soll auch gar nicht erst beim Zuschauer entstehen. Eine Projektionswand neben der Bühne zeigt dem Publikum in Snoopy-Schrift, was die jugendlichen Eingangsszenen politisch macht. Da steht: „Arbeitsmarktpolitik“ und „Aufenthaltsgenehmigung“, „Gesetze des Arbeitsmarkts“ und „Respekt vor dem Eigentum“. Ganz offensichtlich traut das Ensemble dem Publikum nicht zu, ganz alleine diesen Zusammenhang vom Persönlichen und Poltischen zu erkennen. Nur stellt sich dann die Frage, wie wertvoll ein Zusammenhang oder zumindest seine Darstellung ist, wenn er dem Zuschauer nicht auch ohne Power-Point-Hinweise und Peanuts-Gong offensichtlich wird. Vielleicht hätte man die Schlagwörter und Bezüge mehr ins Spiel einarbeiten sollen, anstatt sie dem Publikum mit dem Holzhammer um die Ohren zu hauen. Die Inszenierung verliert dadurch, dass dieser samt Splitter den Zuschauer durch das ganze Stück begleitet. Man wird Power-Point-Projektionen und Peanuts-Gong einfach nicht mehr los.</p>
<p>Im zweiten Teil verlagert sich das Stück auf eine tiefere Ebene, zwischen Gerüst und Gitter. Auf einmal ist der Ton ein ganz anderer. Machtspiele und Militärton bestimmen jetzt das Spiel.</p>
<p>Im Programmheft kann man lesen, dass dieser zweite Akt zehn Jahre später angelegt ist als der erste. Das wird dem Zuschauer nicht klar, man fragt sich, wie aus gemeinsamem Jugend-Unsinn, pervers anmutende Täter-Opfer-Situationen werden. Aber genau das soll man ja auch. Es herrschen Baseball-Schläger-Gewalt und eine voreingenommene „Leute-wie-du“-Attitüde. Es ist ein ständiges Spiel zwischen Zusammenschlagen und Witz-Erzählen.</p>
<p>Doch hier verliert das Stück seine Authentizität. Die Szenen wirken wie die eines Action-Terrorbekämpfungs-Films, nur nicht so echt, das gibt eine Bühne einfach nicht her. Man hätte sich noch mehr der theatralen Mittel bedienen sollen, anstatt tatsächlich einen Baseballschläger zu schwingen. Die Dialoge wirken absurd und platt, zum Beispiel wenn eine der Aufseherinnen vor ihren verängstigten Gefangenen erklärt: „Der Job ist ja nicht schlecht“. Und: „Immer noch besser als Ingenieurin zu sein.“ Das nimmt man den Figuren nicht ab.</p>
<p>Der Schritt vom Persönlichen zum Politischen ist dem Autor Fausto Paravidino mit diesen Dialogen und Szenenbildern wenig gelungen. Das Stück verliert an Intensität, weil der Abstand zu dem, was auf der Bühne passiert, beim Zuschauer größer wird, nicht kleiner. Das kann nicht mal das engagierte Ensemble vom Jugendclub des Hans Otto Theaters retten. Leider.</p>
<p>Außerdem bleibt die Frage, was Peanuts-Figuren mit Polizeigewalt und Diktatur zu tun haben. Der Stück-Autor will mit der Universalität der Comic-Figuren zeigen, wie austauschbar Opfer- und Täterrollen sind, dass jeder in beide schlüpfen könnte, in jeder Situation, überall. Sagt das Ensemble. Beim Zuschauer allerdings entsteht nur die Assoziation zu den heiteren Comic-Figuren, die Frage nach dem Hintergrund bleibt. Trotzdem muss man der Idee zugestehen, dass das Groteske und Perverse der Gefängnissituation eben gerade durch das Einsetzen der sonst so fröhlichen Gefährten Snoopys besonders herausgestellt werden.</p>
<p>Das Stück bleibt schwierig, überzeugt ist man aber trotzdem ganz eindeutig von diesem HOTen Ensemble, die durch ihr Können und ihr Engagement letztendlich eben doch genau das erreichen, was sie wollen: Man denkt nach. Über das Politische im Persönlichen. Und das Persönliche im Politischen. Man will ja nicht, dass es einem irgendwann wie Buddy geht, der sich eingestehen muss: „Wenn ich es nur ein einziges Mal geschafft hätte, bei meiner Entscheidung zu bleiben, dann wäre alles anders gelaufen.“</p>
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		<title>Peanuts &#8211; Stimmen zum Stück</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 17:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stimmen zum Stück]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>

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		<description><![CDATA[+++ ein Stück, zu dem man aufschauen muss +++ sehr eindrücklich +++ Es war für mich zu schwere Kost +++ Man muss darüber nachdenken, inwieweit Freundschaft ein System besiegen kann +++ Der erste Teil war ausgezeichnet, da konnte ich wirklich gut folgen, aber danach wurde es zu hoch für mich +++ hui hui hui +++&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>+++ ein Stück, zu dem man aufschauen muss +++ sehr eindrücklich +++ Es war für mich zu schwere Kost +++ Man muss darüber nachdenken, inwieweit Freundschaft ein System besiegen kann +++ Der erste Teil war ausgezeichnet, da konnte ich wirklich gut folgen, aber danach wurde es zu hoch für mich +++ hui hui hui +++ Es war gemein: Man ist erst so verführt worden, dass man das Niedliche vom Rahmen mitnimmt, und dann hat man doch ganz schön in die Fresse gekriegt +++ war geil! +++ die Comic-Adaption war toll +++ Am Ende war es etwas lahm +++ Die Überzeichnung der Comic-Figuren hat mir sehr gut gefallen +++ etwas verwirrend +++ Der Bruch zum zweiten Teil war beeindruckend +++ Ich möchte den Stück-Autor zitieren, wenn er sagt, es gebe eine Menge Charlie Browns bzw. Buddys da draußen +++</p>
<p><span id="more-354"></span>+++ anstrengend +++ die Comic-Figuren waren sehr beeindruckend gespielt +++ Am Ende hat es sich sehr schön verdichtet +++ schnarch +++ sehr engagiertes Ensemble +++ Der Zusammenhang zwischen dem ersten und dem zweiten Teil war anstrengend +++ Ich mochte das Stück nicht, das hatte dieses Blindmotivische mit den Peanuts… +++ Ich habe es nicht verstanden +++ irre +++ Psychoterror vor dem Büffet +++ weltbewegend +++<br />
+++ Ich liebe die Peanuts! +++ tolles Eröffnungsstück +++ super gruselig +++ dieses Umkippen von so ’ner Jugendgeschichte in diese bedrückende Gefängnis-Guantanamo-KZ-Situation ging mir so richtig an die Nieren +++ sehr anspruchsvoll +++ Ich hatte vorher nichts darüber gelesen und hab erst nach einer ganz langen Zeit diese Verbindung zu den Peanuts herstellen können +++ die Diskrepanz zwischen der ersten Hälfte und der zweiten Hälfte musste man erst mal richtig zusammenkriegen +++ Das waren Comic-Figuren, die wie Roboter heiß laufen und durchdrehen +++ zwischendurch etwas langatmig +++ sehr hohes Tempo +++ sehr kompliziert +++ ziemlich krank, aber realistisch +++ schade, dass die Schauspieler am Schluss ebenerdig gespielt haben, dadurch ging viel verloren +++ der Anfang war sehr mitreißend +++ sehr gute Schauspielleistung +++ Ich habe zwischendurch Tränen gelacht +++ Der letzte Satz war bemerkenswert, und ich glaube, dass der so nicht richtig war +++ Der Prozess und der Konflikt, die sie gezeigt haben, waren interessant +++ Es fehlte mir der Widerstand von außen, das externe Element, das an allem rüttelt +++ Keiner hätte es verstanden, wenn er das Programmheft nicht gelesen hätte +++ spielerisch: Wahnsinn +++ Ich hatte etwas ganz Anderes erwartet +++ Es sollte sehr intensiv sein, war es aber nicht +++ spannend +++ Neben dem Beängstigenden hat es mich total animiert, wieder die Peanuts zu kaufen! +++</p>
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		<title>Peanuts &#8211; Der Jugendclub des Hans Otto Theaters Potsdam</title>
		<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/gruppenvorstellungen/peanuts-der-jugendclub-des-hans-otto-theaters-potsdam/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 14:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Wenzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gruppenvorstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Otto Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendclub]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sind der Jugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam. Sie sind Jan, Ulrike, Henrike, Sophie, Peter, Alissa, Janine, Nadine, Freda, Friederike, Bob, Manuela, Enno und Anne. Sie sind zusammen vierzehn Leute, elf Spieler, zwei Spielleiter. Sie sind zusammen soundsoviele Jahre alt (ich kann nicht rechnen). Sie mögen sich gegenseitig, sie sind sehr unterschiedlich aber&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind der Jugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam. Sie sind Jan, Ulrike, Henrike, Sophie, Peter, Alissa, Janine, Nadine, Freda, Friederike, Bob, Manuela, Enno und Anne. Sie sind zusammen vierzehn Leute, elf Spieler, zwei Spielleiter. Sie sind zusammen soundsoviele Jahre alt (ich kann nicht rechnen). Sie mögen sich gegenseitig, sie sind sehr unterschiedlich aber trotzdem homogen. Sie sind lustig und ernst. Sie sind auch politisch, zumindest haben sie ein sehr politisches Stück für heute Abend mitgebracht. Es ist von Fausto Paravidino, eine Auftragsarbeit. Es ist eine Reaktion auf die Geschehnisse auf dem G8 Gipfel in Genua. „Horrible“, sagt die Gruppe dazu. Es sind Leute festgenommen worden, sie sind eingesperrt, gefoltert und unter schlimmstmöglichen Umständen verhört worden. Darüber sollte nachgedacht werden: Ach, und das Stück heißt Peanuts.</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Die Spieler sind sehr gründlich an ihr Thema herangegangen. Sie haben erstmal zusammen Peanuts-Folgen geschaut. (Aha. So gründlich also.) Sie erzählen: Die bekannten Comicfiguren sind nicht zufällig gewählt. Es geht darum, dass dieses Thema universell ist, das man nicht einfach danach sagen kann:  „Ach, das war ja in Italien, das heißt ja nix.“ Die Peanuts sind auch eine Gruppe aus Individuen, und an ihnen kann man gut fragen, wie die einen zu Tätern und die anderen zu Opfern werden. Denn das ist auch die Frage im Stück, es geht um das Politische im Persönlichen, das wir so oft nicht bemerken und das Persönliche im Poltischen, das uns dann mit aller Wucht treffen kann, wenn aus den Bekannten die Einen und die Andern werden.  Wenn der Umgang unmenschlich und die Dimensionen größer werden.</p>
<p>Aber wir wollen ja hier was über die Gruppe erzählen. Erst einmal scheint sie viel mit ihren Figuren zu verbinden, sie haben auch viel an ihnen gearbeitet. Mit Plakaten und Mind Maps, mit der Entwicklung von Bewegungsmustern und Täter-Opfer-Rollenspielen, bei denen „es ziemlich zu Sache ging“. Sie haben auch viel geredet, zum Beispiel über die zehn Jahre zwischen Akt 1 und 2, sie haben versucht die Frage zu klären: Wie kann das eigentlich passieren? Sie scheinen zu wissen, wovon sie da reden.</p>
<p>Aber was denken die Potsdamer denn selbst über ihre Leitfragen? Das Politische im Persönlichen, das Persönliche im Politischen? Sie sagen einerseits, dass Unpolitischsein bequem sein kann, dass man oft denkt, man kann die Dinge einfach auf einer persönlichen Ebene halten. Sie sagen aber auch, dass eigentlich alles politisch ist, der T-Shirtkauf bei Hennes und Mauritz und das Gründen einer WG. Und dass Theater auch eine Form sein kann, politisch zu werden, wenn man nicht in Gremien sitzen will. Und dass es löblich ist, wenn man sich die Mühe macht und extra in ein fremdes Land reist, um klarzumachen, dass man auch etwas dazu zu sagen hat. Und da es ja nicht sein kann, dass man dann dafür eingesperrt und gefoltert wird.</p>
<p>Das Wort Globalisierung ist auch für sie ein großes, das die Themen so komplex macht, dass man gar nicht mehr weiß, wie man sich einsetzen soll. Vielleicht sollte deshalb, so sagt eine, das Persönliche auch wieder politischer werden. Gelohnt hat sich die Auseinandersetzung  in jedem Fall, so sind sich die Hans-Otto-Jugendclubber einig, und sie hoffen, es lohnt sich auch für das Publikum. Wenn sie sich nämlich etwas von ihren Zuschauern wünschen dürften (und das dürfen sie an dieser Stelle), dann wäre das, dass hinterher noch geredet und nachgedacht wird, da mit dem Ende des Abends das Thema noch nicht abgeschlossen ist. Dass man sich über die Zeitlosigkeit und Aktualität der Geschichte bewusst wird.  Und dass vielleicht die Leute auch mal Lust haben, nach Potsdam zu kommen.</p>
<p>Da ist es nämlich toll, sagen sie, weil man sich an schöne Stellen zurückziehen kann und trotzdem zentriert ist. Außerdem haben da früher die Könige gewohnt und jetzt wohnen sie da und nutzen die königliche Umgebung. Und außerdem geht nicht alles so unter, weil wenn was los ist, dann merkt man das eben auch. Und sie sagen noch, Potsdam ist großes Theater, weil so von den Königen angelegt, gut inszeniert eben. Hoffen wir, dass uns das auch heute Abend erwartet, nett sind sie ja schon mal.</p>
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		<title>Live auf YouTube &#8211; die Dritte</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 08:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>
		<category><![CDATA[Teaser]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Blick in das Stück Peanuts vom Theaterjugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Blick in das Stück <a href="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/die-stucke/peanuts/">Peanuts</a> vom Theaterjugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/maT6fbSaEyo&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/maT6fbSaEyo&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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