
Foto: Maria Smechowski
Lieblingsmenschen. Lieblingsfreunde. Lieblingsleben.
Man schreibt seinen Namen auf einen OBI-Karton und klebt Fotos drauf. Ich und meine beste Freundin. Ich mit drei Jahren. Ich mit Bart. Identität in einem Umzugskarton.
Von Anfang an macht das Bad Hersfelder Ensemble deutlich, dass die Spieler dort etwas von sich erzählen. Vom Jungsein. Von der Zeit, in der man seine Persönlichkeit noch in einen Karton packen und mitnehmen kann.
Nichts ist fix, nichts scheint bedeutend, alles reiht sich aneinander, wie die lakonischen Worte der Sängerin im Einstiegssong: „I love you. Let’s talk about movies. Let’s go to sleep.“
Die Spieler nehmen ihre eigenen Figuren nicht zu ernst. Es wird versucht, es wird verworfen, und letztendlich wird nichts zu schwer genommen – wie Jungsein eben funktioniert.
