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	<title>Theatertreffen der Jugend &#187; Immer spielt ihr und scherzt!</title>
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	<description>Das Festival-Blog</description>
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		<title>Immer spielt ihr und scherzt! &#8211; Farce in fünf Runden</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 12:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Immer spielt ihr und scherzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlomo Herzl lebt mit dem Koch Lobkowitz in einem Männerwohnheim unter einer Metzgerei. Ein Gerüst. Pritschen. Eine weiße Kiste. Wer ins Wohnheim will, muss von oben dorthin hinabsteigen. Der hyperaktive Lobkowitz spielt sich als Schlomos Herrscher auf und will mit „Herr“ angeredet werden. Aber Schlomo hat dieses Spiel satt: „Mein Kreuz tut mir weh.“ Er&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_653" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/Mein-Kampf01_Dave_Gro·mann.jpg" alt="Foto: Dave Großmann" title="Immer spielt Ihr und scherzt!" width="480" height="320" class="size-full wp-image-653" /><p class="wp-caption-text">Foto: Dave Großmann</p></div>
<p>Schlomo Herzl lebt mit dem Koch Lobkowitz in einem Männerwohnheim unter einer Metzgerei. Ein Gerüst. Pritschen. Eine weiße Kiste. Wer ins Wohnheim will, muss von oben dorthin hinabsteigen.</p>
<p>Der hyperaktive Lobkowitz spielt sich als Schlomos Herrscher auf und will mit „Herr“ angeredet werden. Aber Schlomo hat dieses Spiel satt: „Mein Kreuz tut mir weh.“ Er will nicht mehr der Diener sein.</p>
<p>Umso bereitwilliger wendet er seine Aufmerksamkeit dem frisch eingezogenen Schüttler zu.  Der Koch Lobkowitz zieht sich auf einen Glitzerthron zurück und beginnt, sich einen Himmel zu basteln. Er bastelt Sterne. Pfeile, die ihn als GOTT ausweisen. Zerschneidet die Festivalzeitung. So wird der Kontext der Zuschauer in ein Bild eingearbeitet, dass offen legt, dass Gott nichts Fassbares ist, sondern ein Konzept, eine Konstruktion – er wird gebastelt.</p>
<p>Aus Schüttler wird Hitler. Die Spieler illustrieren die Namensänderung mit Fingerfarbe, viel Körperlichkeit und vor allem – Humor. Immer wieder wird der Text von aktuellen Bezügen durchdrungen, die Assoziationen zulassen, die weit über die erste inhaltliche Ebene hinausgehen. So lässt der Ausspruch: „Emancipation – everybody is putzing!“ den Zuschauer nicht nur lachen, sondern auch nachdenken – über die Streitbarkeit mancher Emanzipationsaussagen und –bestrebungen, aber auch über die Überflutung der deutschen Sprache von Anglizismen.</p>
<p><span id="more-610"></span></p>
<p>Schlomo Herzl fühlt sich Hitler zunächst überlegen. Er bringt ihm „Manieren“ bei und erklärt ihm die einfachsten Dinge, zum Beispiel, wie man sich die Schuhe wichst. Und als er Frauenbesuch erwartet und dafür Hitler hinauskomplimentieren will: „Wenn du eines Tages erwachsen bist, erklär ich dir alles. Das würde jetzt zu weit führen.“ Hitler erscheint ungebildet, schwach und abhängig. Immer wieder bricht er in Tränen aus, immer wieder will er von Schlomo getröstet werden. Dadurch geblendet, steht Schlomo ihm zur Seite, ohne sich einzugestehen, wie sehr Hitler ihn trotz der eigenen intellektuellen Unterlegenheit herabwürdigt: „Jude, ich schätze deine Handreichungen.“ Dabei schimmert von Anfang an Hitlers Herrschsucht und sein gefährliches Aggressions-Potential durch: „Ich will klein geschrumpfte Menschen um mich haben – in Reih und Glied.“ Und: „Juda, verrecke!“</p>
<p>Das Ensemble von TaGGS untersucht diese Konstellation von Abhängigkeit und Machtverschiebung, indem die Rollen von Hitler und Schlomo auf jeweils fünf Spieler aufsplittet werden. Dabei kristallisieren sich schnell individuelle Herangehensweisen an die Charaktere heraus, die geschickt miteinander verwoben werden. Das ist mit Sicherheit die größte Stärke des Ensembles. Die Spieler erzeugen keinen Einheitsbrei, sondern stehen exemplarisch für die Nuancen ihrer Figuren. Gestik, Mimik, Aktion und Sprechen bleiben individuell und sind trotzdem sorgfältig aufeinander abgestimmt.</p>
<p>Darüber hinaus steht dieser Figuren-Pluralismus auch dafür, dass es nicht nur eines Schlomos und eines Hitlers bedurft hätte, um das auszulösen, was aus der Machtergreifung Hitlers resultiert ist.</p>
<p>Schlomo ignoriert die Gefahr, die von Hitler ausgeht, und hilft ihm sogar auf seinen Weg: „Du bist ein mieser Schauspieler, Hitler. Du solltest in die Politik gehen.“ Letztendlich verändert Hitler sogar seine Sprache und spricht nicht mehr von „Schlomo, einem Juden“, sondern von „dem Juden“. Hakenkreuze werden aufgestellt, Schlomos werden zu Hitlern, bis nur noch nur einer übrig ist, der nicht im Gleichschritt marschiert.</p>
<p>Die Hitlerfiguren befinden sich auf der höchsten Ebene des Gerüsts – zusammen mit Frau Tod: „Alle guten Geschichten enden mit dem Tod.“ Tatsächlich endet dieses Stück allerdings mit dem Hitlergruß.</p>
<p>Aber kurz vor Schluss kommt noch einmal der Koch-Gott Lobkowitz zu Wort: „Immer spielt ihr und scherzt!“ Schlomo fragt ihn verzweifelt, wo er denn die ganze Zeit gewesen sei. „Ich war die ganze Zeit hier. Du hast nur vergessen nachzusehen.“ Damit schlägt er den Bogen zu seiner eigenen Konstruierbarkeit – solange man nicht an ihn denkt und glaubt und ihn anruft, existiert er auch nicht.</p>
<p>Die Schweriner Theatergruppe hat Taboris Farce umgesetzt, indem sie eigene Konzepte entwickelt hat. Texte wurden umgeschrieben, um Schwerpunkte zu verschieben, um aktuelle Bezüge herzustellen. Mit Theaterzeichen und Bühnenbild wurden eigene Akzente gesetzt und Deutungen herausgearbeitet. So zum Beispiel mit dem kleinen deutschen Mädchen, die einen Teil der Frau Tod verkörpert – stellvertretend für die Generation, die heranwachsen würde und verantwortlich sein würde für einen Genozid und einen Weltkrieg.</p>
<p>Es war die gelungene Inszenierung einer Farce, die aber auch gezeigt hat, dass Taboris Stück mit der Zeit immer mehr an Wirkung einbüßen müssen wird. Über Hitler zu lachen, fällt dem Publikum von heute nicht mehr schwer, Hitler als gefährlichen, aber lächerlichen Trottel darzustellen, ist nicht neu. Das mindert den Schock-Effekt und kann deswegen kaum noch aufrütteln. Es gibt nur eine Komponente, die diesen Prozess maßgeblich verlangsamt – der raue Umgang mit dem Juden Schlomo. Man muss eben doch bei jeder antisemitischen  und menschenfeindlichen Bemerkung Hitlers zusammenzucken und sich fragen, wie es heute noch Menschen geben kann, die davon nicht völlig abgestoßen werden. Der Zuschauer wird es in dieser Inszenierung jedenfalls. Und das haben die Spieler ja auch gewollt.</p>
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		<title>Immer spielt ihr und scherzt! &#8211; Schicksalsspielchen</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 10:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olga Galicka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Immer spielt ihr und scherzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ahja, das war doch schön gestern. Und obwohl ich schon total müde von der ganzen Woche Zu-spät-ins-Bett-Gehen war, ließ mir das Stück gar keine Wahl, als wach zu bleiben. Die Schweriner hatten Spaß auf der Bühne. Sie waren eingespielt und vor allem waren sie facettenreich. Das Schöne war, dass man während der Vorstellung überall hinschauen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_655" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/Mein-Kampf02_Dave_Gro·mann.jpg" alt="Dave Großmannn" title="Immer spielt Ihr und scherzt!" width="480" height="320" class="size-full wp-image-655" /><p class="wp-caption-text">Foto: Dave Großmannn</p></div>
<p>Ahja, das war doch schön gestern. Und obwohl ich schon total müde von der ganzen Woche Zu-spät-ins-Bett-Gehen war, ließ mir das Stück gar keine Wahl, als wach zu bleiben.</p>
<p>Die Schweriner hatten Spaß auf der Bühne. Sie waren eingespielt und vor allem waren sie facettenreich. Das Schöne war, dass man während der Vorstellung überall hinschauen konnte und überall hätte man was anderes entdeckt. Einerseits war da Lobkowitz, eine kuriose Gestalt, die sich ein Podest baut, ein eigenes „Gottesreich“. Trotz seines passiven Daseins hat Lobkowitz wirklich viel im Stück ausgemacht. Er hat das ganze Stück beobachtet und seine eigene Rolle in diesem Gerüst-Universum gespielt. Vielleicht hätte er etwas ändern können. Vielleicht hätte er den Gang der Dinge aufhalten können. Aber der von Hitler eingenommene Schlomo hat einfach vergessen  nachzusehen, ob er noch da ist. So lehnte er sich in seinem Thron zurück und betrachtete alles in Ruhe. Indem er nichts tut, nur betrachtet und Schlomo genau wie Hitler ihren eigenen Entscheidungen überlässt, wird er tatsächlich zu Gott. Die wahrscheinlich meistgestellte Frage ist, warum Gott so etwas wie Völkermord und Krieg zulässt. Und die Antwort ist immer die gleiche: weil es immer unsere Entscheidungen sind und diesen würde uns Gott überlassen.</p>
<p>Andererseits waren da Schüttler und Schlomo &#8211; alle unterschiedlich. Ihre verschiedenen Facetten und Stadien waren einerseits erkennbar, andererseits nicht total offensichtlich (aber das war ja gut so! Man braucht ja nicht immer den Holzhammer, um einem etwas vermitteln). Das Paar Schüttler-Schlomo war nicht weniger interessant. Jedes von ihnen war anders. Die Bewegungen, die ganze Plastik und vor allem das Verhältnis. Der eine Schüttler schmiegte sich an Schlomo, um getröstet zu werden, während der andere die Berührungsangst nicht ganz überwinden konnte.</p>
<p><span id="more-594"></span></p>
<p>Die Gerüstbaustelle war tatsächlich wie ein eigenes Universum, ein Mikrokosmos, in dem das Schicksal von Millionen von Menschen entschieden werden sollte. Beängstigend, oder?</p>
<p>Ein Paar Dinge sind aber aus dem Rahmen gesprungen. Der Tod zum Beispiel passte nicht in die kalten Gerüste beziehungsweise die Welt, die diese für mich implizierten. Ich hatte eher das Gefühl, der Tod sei an den Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt. Vom historischen Standpunkt sicherlich korrekt in der Komposition eher überzogen und störend. Auch Gretchen, die mehr als überzeugend gespielt wurde, hat mich am Ende verwirrt. Am Anfang verteidigte sie noch Schlomo, am Ende hat sie ihn als Juden beschimpft. So wird es im dritten Reich auch passieren. Doch ganz nachvollziehbar schien es für mich auf der Bühne nicht. Das war schade, denn das schien doch ein durchaus wichtiger Aspekt zu sein.</p>
<p>Jaja, diese Kritiker! Immer haben sie was zu meckern. Geht aber nicht anders, so sind wir nun mal. Wir meinens aber auch nicht böse. Das waren ja auch eher Kleinigkeiten und niemand ist perfekt. Ich hab gestern sehr viel Spaß gehabt und bin froh, so ein interessantes Stück in einer so interessanten Ausführung gesehen zu haben.</p>
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		<title>Immer spielt ihr und scherzt! &#8211; All Eyes On: Räume</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 10:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Stange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Immer spielt ihr und scherzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend hab ich mich im Zelt mit jemandem über Handwerk unterhalten, und über Kunst. Theater sei Kunst-Handwerk, will sagen, es (das Innen) muss irgendwie gut/schön/inspirierend/wichtig/wahr/tiefer oder so sein – eine schwer greifbare Qualität, letztlich vielleicht auch nur Geschmackssache. Und außerdem muss es (das Außen und das Drumherum und das im weitesten Sinne Technische) funktionieren.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend hab ich mich im Zelt mit jemandem über Handwerk unterhalten, und über Kunst.<br />
Theater sei Kunst-Handwerk, will sagen, es (das Innen) muss irgendwie gut/schön/inspirierend/wichtig/wahr/tiefer oder so sein – eine schwer greifbare Qualität, letztlich vielleicht auch nur Geschmackssache.<br />
Und außerdem muss es (das Außen und das Drumherum und das im weitesten Sinne Technische) funktionieren.<br />
Und dann muss es außerdem zusammen funktionieren, dann: Yeah.<br />
Gestern, finde ich, hats richtig gut funktioniert, zusammen. So schnell und so hart und so viel Testosteron, zehn Jungs toben und schlagen und springen. So intensiv wie gut. Aber es war kein Stuntmandings.<br />
Dazwischen: Momente inniger Zartheit und diese seltenen Momente, wo man irgendwie dieses Zeitlupengefühl hat. Zum Beispiel, wenn Schlomo fällt.<br />
Überhaupt von wegen Fallen, man müsste ein Essay von der Ästhetik des Fallens schreiben. Einer der wichtigsten Aspekte wäre, dass man richtig Fallhöhe und Grund zum Aufklatschen schaffen muss. Wo oben und wo unten ist, ist manchmal garnicht so einfach zu sagen.<br />
Fallhöhe und Grund zu schaffen bedeutet weniger abstrakt: Bühnenbild: Gott sitzt links oberhalbs des Klos aber immernoch ziemlich weit unten – erreichbar, hätte man geguckt. Das Gerüst schafft Fallhöhe – nicht nur von der Straße und der Metzgerei ins Männerheim sondern auch von ganz oben nach ganz unten. Unten, im Männerheim: verstreute Krankenbahren, eine Reihe Klos und der Mikrokosmos Gottes. Der Raum wird, obwohl eigentlich nicht begrenzt, trotzdem nur nach oben verlassen und wird damit zum Kosmos.<br />
Was beim Hereinkommen ziemlich nach Chaos, Verwirrung und Verletzungsgefahr aussieht, wird in x-, y-, und z-Richtung bespielt. I liked it, yeah.<br />
I leiked ziemlich viel mehr als die Bühne, übrigens.</p>
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		<title>Immer spielt ihr und scherzt! &#8211; Sie spielen und scherzen!</title>
		<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/gruppenvorstellungen/immer-spielt-ihr-und-scherzt-sie-spielen-und-scherzen/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 09:21:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gruppenvorstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Immer spielt ihr und scherzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>

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		<description><![CDATA[Während 2008 Götz George und Tom Schilling für die Verfilmung von Taboris Mein Kampf in Wien, Zittau und Liberec vor der Kamera stehen, beschließen in Schwerin elf Jungs, drei Mädchen und eine Impulsgeberin (genannt: Spielleiterin), den Stoff auf die Bühne zu bringen. Die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin arbeitet mit dem Text. Rollen werden aufgesplittet und&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während 2008 Götz George und Tom Schilling für die Verfilmung von Taboris Mein Kampf in Wien, Zittau und Liberec vor der Kamera stehen, beschließen in Schwerin elf Jungs, drei Mädchen und eine Impulsgeberin (genannt: Spielleiterin), den Stoff auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin arbeitet mit dem Text. Rollen werden aufgesplittet und zusammengeschmolzen, Szenen werden umgeschrieben, um den Schwerpunkt zu verschieben. Und: „Wir haben es witziger gemacht als Tabori!“ Aber nur an einer Stelle. Denn eigentlich wollen sie ihr Publikum zum Nachdenken anregen. Und zum Verstehen. „Wir wollen keine Fragen beantworten, wir wollen welche stellen.“</p>
<p>Am Anfang hat ihre Spielleiterin die Fragen gestellt. Über die hat sich das Ensemble der Thematik angenähert. Die Spieler haben gemeinsam Ideen entwickelt und sie schließlich umgesetzt.<br />
Für sie ist es vor allem ein exemplarisches Stück: „Jeder ist manchmal ein Hitler und manchmal ein Shlomo.“ Es geht um Opfer-Täter-Konstellationen, um Gewalt.</p>
<p>Den Titel haben sie aus strategischen Gründen geändert, schließlich soll ja nicht die Schweriner NPD im Publikum sitzen. Deswegen heißt das Stück jetzt: Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in fünf Runden. Polizei war trotzdem bei den Aufführungen zu Hause dabei. Man kann ja nie wissen.</p>
<p>Das ttj finden sie jedenfalls toll: Tolle Leute, tolle Workshops, tolles Essen. Allerdings sollte es nicht eine Woche ttj sein, sondern ein Jahr. Und Hängematten wären schön. Die könnte man dann im Info-Zelt ausleihen.</p>
<p>Und was ist in Schwerin so los? Eigentlich nichts. Deswegen ist Schwerin nicht nur größtes Landeshauptdorf der Bundesrepublik, Beamtenstadt und BuGa-Stätte, sondern Selbstmach-Stadt – wenn man etwas will, muss man es selber machen. Zum Beispiel Theater. </p>
<p>Deswegen wälzen die Spieler von TaGGS jetzt Hemden im Bühnenstaub und binden Gummibärchen an Strippen. Sie hängen Wäscheleinen auf und stürzen von Gerüsten – sie freuen sich auf heute Abend.</p>
<p>Vielleicht wollen sie ja deswegen auch ein Jahr ttj: Wabe-City ist eben einfach cooler als Sieben-Seen-Aber-Nur-Eine-Lesebühne-Schwerin. Und: Wer da mit 25 nicht raus ist, kommt nie aus der Stadt. Sagen sie. Höchstens einmal im Jahr nach Berlin. Zum ttj. Das ist ja auch schon was.                                             </p>
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		<title>Live auf Youtube &#8211; die Erste</title>
		<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/videos/live-auf-youtube-die-erste/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 14:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Immer spielt ihr und scherzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Teaser]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Blick in das Stück Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden TaGGS aus Schwerin gemacht von Benno]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Blick in das Stück <a href="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/die-stucke/immer-spielt-ihr-und-scherzt-kampf-in-5-runden/">Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden</a> TaGGS aus Schwerin gemacht von Benno<object width="480" height="295" data="http://www.youtube.com/v/YgNFcKaMh2I&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YgNFcKaMh2I&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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