<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Theatertreffen der Jugend &#187; Hans Otto Theater</title>
	<atom:link href="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/tag/hans-otto-theater/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de</link>
	<description>Das Festival-Blog</description>
	<lastBuildDate>Fri, 09 Sep 2011 08:15:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Peanuts &#8211; Psycho-Prügel</title>
		<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/rezensionen/peanuts-psycho-pruegel/</link>
		<comments>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/rezensionen/peanuts-psycho-pruegel/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olga Galicka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Otto Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/?p=388</guid>
		<description><![CDATA[Gestern Abend war schwierig. Schwieriges Thema. Schwierige Umsetzung. Schwieriges Stück. Auch schwer, darüber zu reden. Die Stimmen zum Stück musste die FZ aus dem schweigsamen Publikum regelrecht rausprügeln. Und wenn wir schon beim Prügeln sind: Geprügelt wurde gestern viel. Ich fühle mich gewissermaßen auch verprügelt. Was der Jugendclub des Hans-Otto-Theaters da skizziert hat, ist eine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_393" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-393" title="pict0110" src="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/wp-content/uploads/2009/05/pict0110.jpg" alt="pict0110" width="480" height="239" /><p class="wp-caption-text">Foto: Skarlett Röhner</p></div>
<p>Gestern Abend war schwierig. Schwieriges Thema. Schwierige Umsetzung. Schwieriges Stück. Auch schwer, darüber zu reden. Die Stimmen zum Stück musste die FZ aus dem schweigsamen Publikum regelrecht rausprügeln. Und wenn wir schon beim Prügeln sind: Geprügelt wurde gestern viel.</p>
<p>Ich fühle mich gewissermaßen auch verprügelt. Was der Jugendclub des Hans-Otto-Theaters da skizziert hat, ist eine beängstigende Zukunftsvision. Und wenn ich sagen würde, dass mich der zweite Akt kalt gelassen hat, dann würde ich lügen. Ein paar Mal musste ich mir doch auf die Nägel beißen und meine Hände kneten und die Augen aufreißen. Nicht, weil ich brutale Foltermethoden gesehen habe. Sondern, weil diese eben nicht da waren.</p>
<p>Erschüttert hat mich die Erniedrigung auf der psychischen Ebene. Das dringende Bedürfnis der Gefängniswärter, ihre Frustration über die eigene mittelmäßige Lebenssituation, durch Machtausüben über die Macht- und Wehrlosen vergessen zu machen. Sie sind nur ein unbedeutendes Glied in einer Kette, dass sich aber traurigerweise darüber definiert, die Massen unter ihnen fertig zu machen. Die Gefangenen sollen singen, Tiere spielen, die Untergebenen des Königs mimen.</p>
<p><span id="more-388"></span></p>
<p>Später im Zelt hört man tausende von Assoziationen vom KZ und Köpenicker Blutwoche bis DDR, Stasi oder „Das Experiment“ (googeln, wers nicht kennt). Irgendwie stimmt es ja doch, dass es immer und überall passieren kann. Und  das war das Erschreckende. Und gerade deswegen fand ich den Aufhänger an den Folgen der Globalisierung und den Bezug auf bestimmte Ereignisse eher enttäuschend. Zu wörtlich war das Ganze. Zu wörtlich wurde das „Politische im Persönlichen“ und das „Persönliche im Politischen“ gesucht. Zu einfach wollte man das Konzept durch die Übertitel erklären. Oben noch das Schengener Abkommen und unten von „Wasser und Pipi“ reden. Hm.</p>
<p>Konsequent fand ich das Ganze auch nicht. Im Programmheft habe ich gelesen, dass die Gestiken der Peanuts konsequent ihren Lebensumständen angepasst wurden. Hat sich im Programmheft auch logisch angehört, aber ehrlich gesagt habe ich das bei der Aufführung nicht so gesehen. Der Bruch von Akt I zu Akt II war für mich zu hart. Zu überladen schien mir im ersten Akt die Bühne. Es wurde viel geredet, aber was man damit genau sagen wollte, kam nicht raus.</p>
<p>Auffällig war auch, dass nach dem Stück viele gesagt haben, sie habens nicht verstanden. Hätte ich ehrlich gesagt auch nicht, hätte ich das Programmheft nicht vorher gelesen. Und es mag ja sein, dass das Stück so angelegt ist, aber man muss doch selbst eine Quintessenz rausziehen können, ohne dass jemand es für einen auseinanderpflückt, zerkaut und in den Mund legt. Enttäuschend fand ich vor allem aber den letzten Satz. Er war so essenziell, kam aber vollkommen zu kurz. Zu spät kam man auf das, was man eigentlich die ganze Zeit sagen wollte. Und Fragen über Fragen habe ich jetzt immer noch. Naja, vielleicht werden diese ja noch in den nächsten Tagen im Festivalzelt geklärt. Bis dahin scheiden sich die Geister.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/rezensionen/peanuts-psycho-pruegel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Peanuts &#8211; Der Jugendclub des Hans Otto Theaters Potsdam</title>
		<link>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/gruppenvorstellungen/peanuts-der-jugendclub-des-hans-otto-theaters-potsdam/</link>
		<comments>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/gruppenvorstellungen/peanuts-der-jugendclub-des-hans-otto-theaters-potsdam/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 May 2009 14:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Wenzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gruppenvorstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Otto Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendclub]]></category>
		<category><![CDATA[Peanuts]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/?p=366</guid>
		<description><![CDATA[Sie sind der Jugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam. Sie sind Jan, Ulrike, Henrike, Sophie, Peter, Alissa, Janine, Nadine, Freda, Friederike, Bob, Manuela, Enno und Anne. Sie sind zusammen vierzehn Leute, elf Spieler, zwei Spielleiter. Sie sind zusammen soundsoviele Jahre alt (ich kann nicht rechnen). Sie mögen sich gegenseitig, sie sind sehr unterschiedlich aber&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind der Jugendclub des Hans Otto Theaters aus Potsdam. Sie sind Jan, Ulrike, Henrike, Sophie, Peter, Alissa, Janine, Nadine, Freda, Friederike, Bob, Manuela, Enno und Anne. Sie sind zusammen vierzehn Leute, elf Spieler, zwei Spielleiter. Sie sind zusammen soundsoviele Jahre alt (ich kann nicht rechnen). Sie mögen sich gegenseitig, sie sind sehr unterschiedlich aber trotzdem homogen. Sie sind lustig und ernst. Sie sind auch politisch, zumindest haben sie ein sehr politisches Stück für heute Abend mitgebracht. Es ist von Fausto Paravidino, eine Auftragsarbeit. Es ist eine Reaktion auf die Geschehnisse auf dem G8 Gipfel in Genua. „Horrible“, sagt die Gruppe dazu. Es sind Leute festgenommen worden, sie sind eingesperrt, gefoltert und unter schlimmstmöglichen Umständen verhört worden. Darüber sollte nachgedacht werden: Ach, und das Stück heißt Peanuts.</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Die Spieler sind sehr gründlich an ihr Thema herangegangen. Sie haben erstmal zusammen Peanuts-Folgen geschaut. (Aha. So gründlich also.) Sie erzählen: Die bekannten Comicfiguren sind nicht zufällig gewählt. Es geht darum, dass dieses Thema universell ist, das man nicht einfach danach sagen kann:  „Ach, das war ja in Italien, das heißt ja nix.“ Die Peanuts sind auch eine Gruppe aus Individuen, und an ihnen kann man gut fragen, wie die einen zu Tätern und die anderen zu Opfern werden. Denn das ist auch die Frage im Stück, es geht um das Politische im Persönlichen, das wir so oft nicht bemerken und das Persönliche im Poltischen, das uns dann mit aller Wucht treffen kann, wenn aus den Bekannten die Einen und die Andern werden.  Wenn der Umgang unmenschlich und die Dimensionen größer werden.</p>
<p>Aber wir wollen ja hier was über die Gruppe erzählen. Erst einmal scheint sie viel mit ihren Figuren zu verbinden, sie haben auch viel an ihnen gearbeitet. Mit Plakaten und Mind Maps, mit der Entwicklung von Bewegungsmustern und Täter-Opfer-Rollenspielen, bei denen „es ziemlich zu Sache ging“. Sie haben auch viel geredet, zum Beispiel über die zehn Jahre zwischen Akt 1 und 2, sie haben versucht die Frage zu klären: Wie kann das eigentlich passieren? Sie scheinen zu wissen, wovon sie da reden.</p>
<p>Aber was denken die Potsdamer denn selbst über ihre Leitfragen? Das Politische im Persönlichen, das Persönliche im Politischen? Sie sagen einerseits, dass Unpolitischsein bequem sein kann, dass man oft denkt, man kann die Dinge einfach auf einer persönlichen Ebene halten. Sie sagen aber auch, dass eigentlich alles politisch ist, der T-Shirtkauf bei Hennes und Mauritz und das Gründen einer WG. Und dass Theater auch eine Form sein kann, politisch zu werden, wenn man nicht in Gremien sitzen will. Und dass es löblich ist, wenn man sich die Mühe macht und extra in ein fremdes Land reist, um klarzumachen, dass man auch etwas dazu zu sagen hat. Und da es ja nicht sein kann, dass man dann dafür eingesperrt und gefoltert wird.</p>
<p>Das Wort Globalisierung ist auch für sie ein großes, das die Themen so komplex macht, dass man gar nicht mehr weiß, wie man sich einsetzen soll. Vielleicht sollte deshalb, so sagt eine, das Persönliche auch wieder politischer werden. Gelohnt hat sich die Auseinandersetzung  in jedem Fall, so sind sich die Hans-Otto-Jugendclubber einig, und sie hoffen, es lohnt sich auch für das Publikum. Wenn sie sich nämlich etwas von ihren Zuschauern wünschen dürften (und das dürfen sie an dieser Stelle), dann wäre das, dass hinterher noch geredet und nachgedacht wird, da mit dem Ende des Abends das Thema noch nicht abgeschlossen ist. Dass man sich über die Zeitlosigkeit und Aktualität der Geschichte bewusst wird.  Und dass vielleicht die Leute auch mal Lust haben, nach Potsdam zu kommen.</p>
<p>Da ist es nämlich toll, sagen sie, weil man sich an schöne Stellen zurückziehen kann und trotzdem zentriert ist. Außerdem haben da früher die Könige gewohnt und jetzt wohnen sie da und nutzen die königliche Umgebung. Und außerdem geht nicht alles so unter, weil wenn was los ist, dann merkt man das eben auch. Und sie sagen noch, Potsdam ist großes Theater, weil so von den Königen angelegt, gut inszeniert eben. Hoffen wir, dass uns das auch heute Abend erwartet, nett sind sie ja schon mal.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/gruppenvorstellungen/peanuts-der-jugendclub-des-hans-otto-theaters-potsdam/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

