Tag Bürgen schafft!

Bürgen schafft! – Stimmen zum Stück

+++der Dialekt war fantastisch +++ Ich frag mich, ob das echtes Bier war +++ euphorisch gut +++ Suppa (also au Bayerisch, ne?) +++ für manche Witze war ich zu nordisch +++ aber ansonsten total super +++ hat mir ganz toll gefallen+++ toll gemacht +++ mit Quotenschwulen +++ furchtbar witzig, total lustige Dialekte +++ Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden +++ nicht schon wieder die Presse +++ da war eigentlich alles mit bei +++ ähhhh +++ ich kann mit diesem humor nicht umgehen +++ Witzig, aber teilweise zu langsam +++ Eine ganz wunderbare Ensembleleistung +++ auf den Punkt gekommen +++ Hat viel Spaß gemacht da zuzusehen +++ So eine tiefe Stimme wie der Tyrann – Wahnsinn! +++ lustiger bayrischer Akzent +++ Ein Stück mit Witz +++ Das Licht war Bombe! +++ Überwältigt +++ Quotenschwule und Schenkelklopfer +++ Nicht WUNDERBÄR, wunderlich! +++ logisch nachvollziehbar, rund +++ schöne Geschichte +++sehr viel Eigenes dazugegeben +++ Lücken im Gedicht wunderbar gefüllt +++ Man hat gemerkt, wie das Ensemble dahinter steht +++ Hihitrick mit den einzelnen Buchstaben, das war so´n bisschen Glücksradmäßig, aber es hat einen bei der Stange gehalten +++ Für die war Theater alles, die haben mit ihren Klassen in WGs gewohnt um dort Theater zu spielen +++ sympathisches Ensemble +++ Der Dialekt hätte auch konsequent sein können +++ Das wäre mir dann zu sehr Volksstück +++ Ich habe nicht verstanden, warum sie mit der Sinalcoflasche getötet haben, aber das war wahrscheinlich auch nicht so wichtig +++ viele schöne Momente +++ bayrische Frische, keine gesamtdeutsche Frische +++ Die Ziege! +++ Metrosexuell ist das neue Punk +++ Jagutähschaunmermoal +++ Ich fand den schwulen Pfarrer sehr gewagt, nicht sehr bayrisch +++ Gerade im katholischen Bayern sehr gewagt +++ Das Proletariat musste den König herumführen +++ Wunderbar! Wundermär! +++

Bürgen schafft! – An die Oberstufentheatergruppe des Ludwigsgymnasiums

Liebe / r
Aniko, Anja, Anna, Benjamin, Caroline, Christine, Christoph, Claudia, Eduard, Florian, Johanna, Julia, Katharina, Lukas, Marion, Marlene, Matthias, Milena, Patricia, Patrick, Stephan, Susi, Tobias, Uli, Dimitri, Matthias, Maximilian, erster Patrick, zweiter Patrick, Tim, Tobias 2, Karlheinz, Charlotte, Tobias 3 und Julia 2!

Vielen Dank für den Abend gestern – das war ziemlich genau meine Geschwindigkeit, eine, in der ich Handlung noch verarbeiten kann, während sie passiert. Viele der Theaterstücke, die ich in letzter Zeit gesehen habe, leben nur noch davon, dass sie sich auf einen Versuch der Tempokonkurrenz von Kino und TV einlassen, anstatt sich dem Zauber des Anhaltens zum genauren Betrachten zu bedienen.

Ich habe mich gestern Abend keine Sekunde gelangweilt, weil Ihr euch eurer Mittel sehr bewusst ward – es geschafft habt, Spannung zu halten, nie die Nerven zu verlieren, sondern im Gegenteil, euch gegenseitig zum Zweck des verabredeten Rhythmus´ gedient habt.

Generell war das Verständnis für das Erzählen von Akustischem hoch, ob Kaffeemühle, Bürsten, Schritte – als Geräusche nie für sich stehend, sondern sich dem Bild verpflichtend und dieses überhaupt unersetzlich ermöglichend.

Nochmals vielen Dank für dieses Geschenk an alle Synästheten und solche die es werden wollen.

Euer,
Synästheten-Robert

Bürgen schafft! – Tod dem Tyrannen!

Foto: Maria Hennig

Foto: Maria Hennig

30 Jahre ttj, 210 Jahre Bürgschaft. Und wie das eben bei Jubiläen so ist: Blickt man zurück auf die Anfänge, muss man feststellen, dass manche Dinge gleich geblieben sind, und andere sich verändert haben.

So kommt einem die Ausgangssituation der Produktion Bürgen schafft! Ein Stück Schiller von der Theatergruppe Ludwigsgymnasium Straubing zunächst vertraut vor: Dionysos ist ein richtiger Tyrann, launisch und gefährlich, also gefährlich launisch, und Volk und Hofrat sind sich einig: „Der Mann muss weg!“

Und während die Textvorlage gleich in den Mordversuch Damons einsteigt, untersuchen die Straubinger zunächst, wer eigentlich zum Attentäter werden kann, und wie.

Damon ist der typische Verlierer-Typ, ohne Frau und echte Freunde. Er hat Geburtstag: „Und keiner hat mir gratuliert. Die anderen Jahre auch nicht.“ Aber dieses Jahr wird ihm gratuliert. Eine Art Auftrags-Gratulation der Gehilfin des Hofrats. Die Fäden werden ja meistens von oben gezogen. Und plötzlich singt man für Damon sogar ein Lied, „unser Lied“: „Tod dem Tyrannen!“ Und wenn man dann schon bei dem Thema ist: Wer macht es denn eigentlich? Das Ensemble legt gekonnt ironisch die Diskrepanz zwischen angeblicher politischer Einstellung und Handlungsbereitschaft offen: Die eine muss zum Frisör, der nächste hat schlechtes Karma. Außerdem: „Ich bin der Lila-Laune-Bär!“

Bürgen schafft! – so schauts

so schauts.
joa mei also gesten oabat,
also sach ma ma schamand.
mit den ludwigsgynasiern aus bayern,
aber bairisch kann i net, desholb östreichisch.
aber zurück zum stuack.

Wie woas?
glacht hob i schonmo.
des is guat.
und gekonnt woas.
ne?
gnau so muss junges theater gemocht werda.
so mit auseinadersetzung mitm stuak
und eignm kritischm inholt.
fein, fein. I moan min erster gedank waor zwoa:
mensch schonwida Comicfigura
aber des woren ja eher backchen, gell?
oda stuadessen.
es is scho a kläle plakativ gwesen,
dos du dir denkst, ah des is der tryann.
mensch. mensch.
oba. Es is joa schwer lustik zu sein.
im schultheoda. deshalb respekt.
gekonnte langsom, bairisch holt.
Und guede schuapiela.
demon wir möga di.
und die reime woarn bessa als beim ollen schiller.
i moag euren schneid.
is wos für junge leut.
aufm hocker sitz i zwoa noch
aber man koan ja nich glei olles hoaba.
gell?

Live auf Youtube – die siebte

Ein kurzer Blick in das Stück Bürgen schafft! Ein Stück Schiller von der Theatergruppe Ludwigsgymnasium aus Straubing.