Dein Festival, Barbara
Sie sitzt auf dem Mäuerchen neben der Treppe zum Festzelt. Gekleidet in Schwarz, die Arme verschränkt, manchmal lässt sie die Beine baumeln. Ihre wachen Augen blinzeln. Nie sitzt sie alleine da. In der Regel ist sie vertieft ins Gespräch mit einem der jugendlichen Gäste oder mit einer ihrer Mitarbeiterinnen. Ab und zu steht sie auf und begrüßt ankommende Gäste. Sie lacht. Ja, meist trifft man sie lachend an und wäre da nicht das unvermeidliche Handyklingeln, würde dieses Lachen wohl über alle Tage andauern. Fordert ein Anruf sie aber in die Leitungs-Rolle, verwandeln sich ihre Züge. Sie sagt, „Pohle?“ – hört zu, entscheidet klar, und verabschiedet sich freundlich. Das Handy verschwindet. Ein neues Lächeln kehrt in ihre Züge zurück und die Aufmerksamkeit für ihren Gesprächspartner.
Festivalmanagerin ist ein cooler Job. Könnte man denken, wenn man sie auf diesem Mäuerchen, im Herzen des Geländes sitzend antrifft. Tatsächlich lässt sich Barbara Pohle während des Festivals nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Jugendprojekte organisiert sie mit aller Energie über 357 Tage im Jahr. Mit dem Beginn des Theatertreffens ist sie für ihre Gäste da. Und ihre Gäste, da ist sie entschieden, sind zu aller erst die Jugendlichen. Denen gilt ihr Respekt und ihr persönliches Interesse. Den VIPs widmet sie ihre Fachkompetenz und ihre höfliche Aufmerksamkeit.
