Don’t cry for me, baby: Was es gab

Witz: Poncho und Sombrero. Mottoparty, um Julia kennen zu lernen, natürlich als Peruaner.
Romantik: ohne Veroneser Balkon, aber mit Lichterkettenschaukel.
Brutalität: wenn Julia mit Pralinen beworfen wird und man weiß – jetzt wird es nicht mehr besser.
Text: Romeos letzte Worte (an Julia) – „Nicht weinen.“ Hach.
Gebrüll: das undeutlich verhallt.
Punks: die coole Kostüme anhaben. ABER: die gleich nach dem ersten Flirt in die Kirche rennen? zum Heiraten? Da macht die Klischee-Stringenz eine Verschnaufpause. Aber leider auch die Schlüssigkeit des Übertragungskonzepts.
Erotik: der längste Kuss der Festivalgeschichte.
Stimmung: Musik („All I wanna say is they don’t really care about us!”), Licht (Mega-Lichtwand zum Schluss, denn am Tragödienende bleibt manchmal nur gleißendes Licht) hochfahrende Wände (wieder gleißendes Licht, in blau, infernalisches Trommeln).
Zukunft: auf allen Musical-Bühnen dieser Welt.
Enttäuschung: am Schluss. Denn man dachte, diesmal hätten sie eine Chance.

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