Kategorie Berichte

Interview mit ttj-Chefin Christina Schulz

ttj-Chefin Christina Schulz erzählt der FZ ganz viele tolle Sachen. Zum Beispiel dies und dann das. Geht richtig ab. Lese…ähm…Anguckbefehl!

Heftige Zustände: Die FZ-Autorennacht

Alle, alle, allealle waren gekommen. Vor der Bühne im Oberen Foyer drängten sich die Leiber auf den lila Liegesäcken, die Stuhlreihen dahinter vollbesetzt, die Atmosphäre dingste vor Literaturbegeisterung. Weil:

Es mal wieder so weit war. „Ficken im Himmel“! FZ-Autoren machen Liebe mit DEINEM Kopf bzw. lesen Texte vor! Dazu Moderation und Musik, eine knackige Stunde lang, ein schöner Tagesabschluss und Nachtöffner, ein Partyhupferl, eine Bonbontüte voller Ideen und Sound.

Und los. Moderatorin (und tja-Autorin und FZ-Veteran- bzw. -inärin) Laura Naumann kommt auf einem weißen Pferd herangeritten, entbietet den Tagesgruß und erklärt die Regeln: Drei LeserInnenblöcke, Applaus nur für die Vorlesenden, es ist schließlich ihr Abend (okay, da war natürlich noch das FFT, aber die haben heute ihre eigenen FZ-Seiten).

Aber – was ist das! tjm-Alumni David Erekul springt mit Luftrolle ans Keyboard, zaubert kurze, ironische Intermezzi, Jazz und Lied, Klimpern und Schwelgen, schmunzelnd und dringlich, ein schöner Soundtrack, der den himmlischen Fickfilm nicht unterbricht, sondern sanft vorantreibt.

Dann Khesrau Behroz am Plexipult (an dem, lange Klammer jetzt, neulich beim Theatertreffen mal der Schauspieler und Regisseur Herbert Fritsch stand und über die Lust am Spielen sprach – und dabei, ohne das Pult zu berühren, so energisch war und begeistert, dass das Wasserglas, das auf dem Pult stand, überschwappte, immer wieder schwappte, und das Wasser in Bächen das Plexiglas hinunterlief, ein Wasserkraftwerk, ein kreativer Überlauf, Ideenflut, solche Bilder, naja, sah jedenfalls cool aus). Jetzt also Khesrau, Poetry-Slam-erfahren, ein Rhetoriker, stimmgewaltig, laut, mal Clown, mal Prediger, er liest von unvermeidlichen Erektionen und – viel ernster – von einer Steinigung, der Frau unter dem Schleier, ein wuchtiger, dabei aber irriterend wortspielerischer Text, der sich so jedem Pathos entzieht.

Viel ruhiger dann Tabea Venrath, eine Geschichte über Cane, den Tischlauscher, den Asphaltlauscher, der der Erzählerinnenmutter „Versatzstücke Prosa ins Ohr träufelt“, diese lädt ihn im Gegenzug „mit Bedeutung voll“. Infiltration, liest Tabea, Implosion. Und peng.

Lena Stange! Mit einem ruhigen, aber beunruhigenden Text über irgendeinen Unfall, der irgendjemandem (einem Knaben vielleicht? Mit einem Traktor?) passiert ist, und dem Tag, den die Familie des Verletzten trotzdem auf dem Markt, im Supermarkt und im Baumarkt verbringt, mit Pflanzen und Jäten, am „vielleicht ersten wirklich warmen Tag“ des Jahres. Im Hintergrund des sonnigen Balkoniens steht immer diese Krankenhaussache, etwas „an dem man stirbt“, bei dem höchstens ein guter Operateur noch Wunder wirken kann, aber Wunder gibt es selten, schon gar nicht am Wochenende, wie wahr.

Intermezzo, dann Micha Huff, mit Schiebermütze gegen die Scheinwerferreflexion auf der Brille, und mit etwas Unvollendetem, nachdem „bisher keiner gefragt“ habe, aber hey. Von den Schwierigkeiten, sich einen anderen Menschen vorzustellen, bleibt man gedanklich doch immer im eigenen Kopf. Bob Dylan singt: „My brain is bleeding“. Später aber: Eine tolle Geschäftsidee: akkubetriebene Tischlampen für Kuschelstimmung in Restaurant und Privatwohnung! Ein Limerick, allerdings in Paarreim-Form. Und, urst leckerst, das Essen von gefrorenen Himbeeren mit dem schönen Satz: „I like you, stranger!“

Dann ein Höhepunkt des Abends: Sebastian Meineck mit seiner Tanzschul-Meditation „Um dich herum fangen sie an zu tanzen“. Der, wie heißt das, Du-Erzähler? steht am Rand und sieht die Paare wirbeln, „Surf Cool“ steht auf seinem T-Shirt, aber seine Gedanken drehen sich im Kreis, die Mädchen, das eigene Spiegelbild, Hand in Hand, Bauch an Bauch, eine wunderbare Pubertätsgeschichte zugleich mit großem Witz und tiefer Ernsthaftigkeit, genau so auch vorgelesen, grandios trocken, die perfekte Zuhörstimme, da traut sich kein Handy zu klingeln. „Eine Rumba!“ Toll.

Sehr schön danach: Eva Kissel. Tritt ans Pult, guckt durch seeehr große Brillengläser, sagt: „Gedichte“. Kleine Texte, von Oma und Opa, von Katzen und Milch, vom verlorenen Hof, vom Sterben und vom Gefühl, dass ein Pilz in der Hand macht. Still, zart, ein bisschen traurig, ein bisschen schwebend, poetische Erinnerungen an früher und davor: „Der Mantel, der […] nach Krieg riecht“.

Wieder David Erekul, danach David Holdowanski. Absurder Typ, absurder Text, über Kramer, der in die Zelle geworfen wird, der seine Träume tauscht gegen das Recht auf „Koitus“, eine Welt zwischen Kafka und Keineahnung, jedenfalls mit mehr Drogen.

Gutes Apropos, schließlich geht es in Lydia Dimitrows Minidrama „Wir machen eine ganz große Party“ um eben das: Feierei. Sekt, Sekt, Sekt: Es ist Sylvester und alles wird neu, jedenfalls bald, nach dem Feuerwerk. Einer geht nach Kanada, eine sucht die große Liebe, ein weiterer ist gar nicht begeistert davon, dass sie das tut – der Text wird szenisch gelesen, Lydia steht da mit Khesrau und Sebastian, Lena und David, und die Lesung gelingt, da stehen fünf Figuren, die auf der Schwelle stehen, kurz vor dem Absprung, die (schon wieder!) Bob Dylan hören und rumhängen. Noch.

Und dann? Dann wird nochmal gekeyboarded und abmoderiert, Ciao Kakao, Bis denne, Antenne, aber es geht ja weiter, wie es immer weiter geht, aber diesmal in toll, das Lagerfeuer funkt und raucht, die Festivalkids machen das gleiche, an der Bar ist Happy Hour und wir machen eine ganz große Party.

Theater ist eine Pflaume

Foto: Dave Grossmann

Ein paar warme Festivalgedanken direkt vom Lagerfeuer

Es scheint so etwas wie eine urmenschliche Reflexhandlung zu sein, am Lagerfeuer die Gitarre zu zücken und sich in Romantik und deutsch- und englischsprachiger Gesangs- und Schreibkunst zu verlieren, die oftmals als Antworten auf den Vietnamkrieg entstanden sind oder irgendeiner anderen ähnlich schlimmen Sache, zum Beispiel Trennung. Dagegen sei an dieser Stelle nichts einzuwenden, man kann die positiven Auswirkungen davon schließlich jeden Abend beim Theatertreffen der Jugend sehen, im Garten der Berliner Festspiele, wenn alle müde sind vom Tag, von den Workshops, von Bühne, Bühne, Bühne.

Dann singen junge Menschen den Alten nach, dann kommen die Singer-Songwriter aus ihren Schubladen heraus, werden entstaubt und beweisen ihre Zeitlosigkeit jenseits kruder Ü40-Partys – dann steht das Zusammensein (und das Zusammen-Trinken) an oberster Stelle, unabhängig davon, was die Songs denn eigentlich bedeuten, unabhängig davon, wer die Gesprächspartner denn eigentlich sind, woher sie kommen. Da liegt der eine der anderen im Arm, später liegt er wieder einer anderen im Arm, weil die andere keinen Bock hatte, viel später berühren seine Lippen die Lippen einer ganz anderen – oder auch überhaupt keine Lippen; die Romantik, sie ist nicht immer ein Magnet.

Es hat sich viel verändert beim ttj. Letztes Jahr noch in der WABE, dieses Jahr endlich zu Hause, im Haus der Berliner Festspiele. Die Veränderungen sind spürbar, auch in der Atmosphäre. Der große Garten mit dem Lagerfeuer in der Mitte, die gemütlichen Hollywood-Schaukeln, dazu: viel Biergartengarnitur, ein kleines Zelt, Sitzsäcke en masse, Sonnenstrahlen. Es ist gemütlich geworden, fast möchte man sich nicht mehr wegbewegen, das gute Wetter ist dem Tatendrang auch nicht wirklich förderlich.

Aber es passiert, was passieren muss: Um ein Festival zu sein, muss schon eine Art Ferienlageratmosphäre herrschen, man muss sich verstehen, keine Scheu voreinander haben, gemeinsam musizieren, gemeinsam tanzen, quatschen über dies, quatschen über das, zwischendurch vielleicht auch genervt die Blicke abwenden, sorry, mit dir möchte ich gerade nicht sprechen – das gehört alles dazu.

Dabei spielt das Theater irgendwann keine allzu große Rolle mehr. Nur die hartnäckigsten unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprechen abends noch über die Stücke, darüber, was sie gesehen und wie sie das Gesehene verarbeitet und eingeordnet haben. Je später die Nacht, desto alltäglicherwird der Austausch. Man gewöhnt sich aneinander, an die gegenseitige Präsenz: Theater ist das Bindeglied, Theater ist, ja, Kai Pflaume.

Und damit wird ein Versprechen eingehalten, das gegeben wird, wenn die Gruppen nach Berlin geladen werden: Sie dürfen ihr Stück nicht nur aufführen, sondern in erster Linie auch Begegnungen erleben mit anderen jungen Theatermacherinnen und Theatermachern. Menschen, die mit einer ähnlichen Begeisterung die Bühnen bespielen. Am Lagerfeuer weiß am letzten Tag jede Person, wie es gewesen ist auf der großen Bühne, wie die Erleichterung hinterher gewesen ist und wie seltsam schnell der Alkohol doch in den Körper ging – und wie er bei einigen Darstellerinnen und Darstellern das Gefühl vermittelt hat, wie es ist, von der Senkrechten in die Horizontale zu fallen, direkt auf einen der unzähligen Sitzsäcke, weil man dann doch zu viel getrunken hat: “Er hat nur zwei Glas Wein gehabt.” Oder zum ersten Mal getrunken.

Wenn der Vorhang fällt, hört Theater nicht auf. Wenn der Vorhang fällt, fängt es so richtig an.

Am Tackern

Tackertackertackertacktackertackertacktacktack – Ja, liebe Festivalhasen und –kaninchen, die FZ läuft wieder rund für euch, an unserem Redaktionstresen, hinter den Monitoren, vor dem Kopierererererer. Da wird geschrieben und geklebt und gefaltet und getackert, und pünktlich zur Dinner-Time (französisch für „evening meal“) haltet ihr die Ausgabe des Tages in den Händen, bisher in revolutionsrot, integrationsgrün und romantikrosa, und erfahrt aus allerverlässlichster Quelle, WAS SO LÄUFT. Hinter der Bühne, auf der Bühne, in den Köpfen und in den Herzen. Filmemacher David Holdowanski, Shooting Star der Wilmersdorfer Untergrundszene, hat die schönste Phase des Produktionsprozesses hier festgehalten. Genau so sieht es bei uns aus – wenn der Buffetgeruch schon in die Redaktionsräumlichkeiten einströmt und die Klimaanlagenbrise das Papier aus dem Kopierer weht. Lasst euch also inspirieren und seid doch beim nächsten Mal vielleicht live dabei, wenn es heißt: It’s Tackertime, bunny.

PS: Aus Rücksicht auf unsere Festivalteilnehmer mit Herzrhythmusstörungen oder Epilepsie-Problemen wird dieses Video hier nur in Zeitlupe gezeigt.

Die eigenen Worte

Ein Essay zum Autobiographischen

Man sieht es auch an der Statistik des diesjährigen ttj:116 Bewerbungen, davon 28 Textrealisationen, 29 Textadaptionen, 59 Eigenproduktionen. Die Zukunft scheint im Jugendtheater nicht „Antigone“, „Kabale und Liebe“ oder der „Hamletmaschine“ zu gehören, sondern den Eigenproduktionen. Also Stücken mit eigenem Text. Und das scheint auch einleuchtend: Im Jugendtheater wollen die Spieler von sich erzählen, von Dingen, die sie bewegen. Und das geht oft am besten in den eigenen Worten. Aber was heißt eigentlich: in eigenen Worten?

Texte für Eigenproduktionen können im ganz klassischen Schreibprozess entstehen; jemand sitzt an einem Tisch oder in der U-Bahn, vor einem Computer oder einem Notizblock mit Eselsohren. Texte können auch bei den Proben entstehen, durch Improvisation, Brainstorming, Gruppenarbeit. Und dann gibt es noch eine andere Form: Man spricht mit den Spielern über sie selbst. Einzeln oder in Gruppen, formlos oder in Interviews, man nimmt auf oder schreibt mit. Es geht um Träume, Wünsche, Ziele, Erfahrungen; um das eigene Leben, die eigene Biografie, die eigene Sicht auf die Welt. Was gesagt wird, wird zum Theatertext. Bei den Proben oder durch den Dramaturgen. Und dann ist der Zuschauer mit Texten konfrontiert, die er nicht nur glauben soll, weil sie ernst gemeint sind, sondern auch noch, weil sie wahr sind, echt, autobiografisch, authentisch.

„Man kann alles erzählen, nur nicht sein eigenes Leben“, lautet ein berühmtes Max-Frisch-Zitat. Und wenn man aber genau das versucht? Das eigene Leben zu erzählen?

Vielleicht könnte man es auch so formulieren: Man versucht in einem fort, das eigene Leben zu erzählen. Mit jedem Satz, jedem Blick, der gewählten Kleidung, jeder ausgedachten Geschichte; ständig versucht man, etwas über sich zu erzählen, andere davon zu überzeugen, dass man so und so ist und dieses und jenes erlebt hat. Wenn man genau das auf die Bühne transportiert, entstehen vielleicht zwei verschiedene Effekte.

Es gibt Zuschauer, die diese Offenheit, diese versuchte Ehrlichkeit der Spieler berührt, weil eine emotionale Bindung entsteht, wenn eine Geschichte gar nicht ausgedacht ist, sondern wirklich passiert ist. Die gespielten Emotionen werden plötzlich leichter nachempfunden. Vielleicht kann also so Vermittlung von Inhalt unmittelbarer, eindrücklicher erfolgen.

Aber es gibt auch Zuschauer, bei denen sich gerade an dieser Stelle dieses ganz große Misstrauen einstellt: Man kann doch gar nicht erzählen, was wirklich passiert ist, sowieso nicht, und dann noch weniger in der Kunst, auf einer Bühne. Also da, wo alles geprobt und ausgefeilt wird, verkürzt und verdichtet, mit Gesten und Requisiten ausgestattet, mit Dingen in Beziehung gesetzt, mit denen es ursprünglich natürlich nicht in Beziehung stand. Aber andernfalls wäre ja keine Interaktion möglich.

Wo sich vielleicht die verschiedenen Zuschauer einig wären: Was man am Ende auf der Bühne sieht, ist ein künstlerisches Produkt. Aber inwieweit ist das dann noch authentischer als etwas, das nicht auf der Basis von autobiografischen Statements entstanden ist?

Sobald autobiografische Texte künstlerisch verfremdet sind, was in dem Moment passiert, wo sie nicht mehr spontan gesprochen werden, sind sie doch nicht wahrer als jeder andere Text auch. Ist nicht im Theater und in der Literatur jeder Text gleich wahr oder unwahr? Aber wo ist dann der Mehrwert?

Beim Zuschauer kann das Wissen um einen autobiografischen Gehalt des Dargestellten vielleicht drei verschiedene Dinge auslösen. Die maximale Empathie mit den Spielern. Ein Misstrauen gegen den Text. Oder auch ein Zurückweichen vor der aufgezwungenen Intimität, aus Angst vor unfreiwilligem Voyeurismus.

Und so ist die Frage auch, was passiert, wenn man auf der Bühne sich selbst spielt, spielen will. Es scheint doch so zu sein: Entweder man spielt sich immer selbst (siehe oben) oder man kann sich nie selbst spielen. Denn wie soll man so weit aus sich selbst herausgehen, dass man einen Außenblick auf sich selbst entwickeln könnte, was doch nötig wäre, um sich selbst darzustellen?

Vielleicht geht es also bei diesen autobiografischen Eigenproduktionen kaum noch um Spielen, eher um Sein, Sein in künstlerischen Formen, wo eigene Gedanken fixiert und damit zu Text werden – und dann in theatralen Formen präsentiert werden. Und vielleicht geht es damit auch weniger um den Zuschauer, um den Mehrwert für den Zuschauer, als vielmehr um die Selbstdarstellung, die Selbsterfahrung der Spieler. Die ein Forum, eine Plattform bekommen, um sich auszudrücken, aber auch um sich selbst kennen zu lernen durch dieses Aus-sich-selbst-Herausgehen, diese Außenperspektive, was eben doch erfolgt, sobald ein Text verdichtet wird, aufgeschrieben, in einen Kontext gesetzt wird, wiederholt und wiederholt und gesprochen. Auf einer Bühne.

Vielleicht ist also die autobiografische Eigenproduktion die Theaterform, die konzentriert, worum es im Jugendtheater wohl immer geht: die eigenen Worte zu finden.

Am Feuer

Es ist heimlich geworden, es dämmert. an den Hähnen der Fassbrause sammeln sich Schauspieler, Ehemalige, Juroren, Workshopleiter, FZ-ler, Gäste, Freunde, Partner und Geschwister, Assoziierte, Flüchtlinge und Untergetauchte, verbunden durch Um-, Ent- und Begeisterung über das Stück des Abends (“Ferienlager – die 3. Generation”), und in ihren Bechern schwillt der Schaum. Es formieren sich spontane leidenschaftliche Diskussionen, die letzten Stunden werden heraufbeschworen, bestaunt und kritisch beäugt, dann plötzlich die Frage: Moment, wie heißt du eigentlich? Man lümmelt auf den Sitzsäcken und im Gras, an den Bierbänken wird gelacht, und später werden die Sitzsäcke ans Lagerfeuer getragen und man wärmt sich, es gibt Brot und Wein, und man setzt sich ans Feuer im Garten als Fremder unter Fremden, und wenn die ersten Scheite abgebrannt sind, sind Bekanntschaften geschlossen und Brot ist geteilt worden, und es haben sich Blicke getroffen und Hände gestreift, und ein Mann kommt aus dem Haus, der trägt neue Scheite und legt sie ins Feuer, und es wird heller und wärmer und Funken spritzen mir um die Füße. Das Theaterfestival ist zu den Festspielen nach Hause gekommen. Jemand flüstert mir zu: Es wird noch besser.