Autor ttj

Fortsetzung folgt…

Das ttj ist zu Ende gegangen, aber Ihr macht weiter, als Gruppen und als Einzelne. Was sind eure nächsten Projekte? Was werdet ihr nach dem Festival tun? Wir haben bei einigen von Euch nachgefragt – aber natürlich nicht jede Person vor das Mikrofon bekommen. Hinterlasst doch bitte einen Kommentar, wenn Ihr Euch auch mitteilen wollt!

Junges DT, Berlin:
„Wir werden ‚Clash’ noch bis zum Sommer 2012 mit großer Freude aufführen. Im Oktober steht dann ein Gastspiel in Düsseldorf auf dem Programm. Für die nächste Spielzeit wird vom DT ein neues Ensemble für Homers ‚Odyssee’ zusammengestellt. Einige von uns werden dafür wieder vorsprechen, und es wird vielleicht das eine oder andere Wiedersehen geben.“

Marcel, vom jungen DT
„Am 16. Juni wird meine erste Inszenierung mit dem Titel ‚Frau Hegnauer kommt’ im Theaterforum Kreuzberg uraufgeführt*. Es geht um das Thema Sterbehilfe: Wie kommt es dazu, dass jemand sich entscheidet, sterben zu wollen, wie reagieren die Familie und die Freunde darauf? Das Stück hat die Schweizer Journalistin Lisa Stadler geschrieben. Ich mache erst in einem Jahr Abitur, deshalb wird das zeitlich keine großen Probleme zwischen Theater und Schule geben. Ich bin gespannt. Danach möchte ich Schauspiel studieren – oder Regie. Das werde ich nach dem 16. Juni dann vielleicht genauer wissen. *www.hegnauer-berlin.de“

Daniel, TheaterGrueneSosse, Frankfurt
„Ich werde auf der brutalsten Suche nach einem Praktikumsplatz sein, etwas mit Film, Filmproduktion. Danach geht das Studium weiter: Medienmanagement in Wiesbaden.“

Karl, TheaterGrueneSosse, Frankfurt
„Ich werde immer spielen! Jede Philosophie-Vorlesung werde ich spielen, jede S-Bahnfahrt durch Frankfurt. All meine Arbeitszeiten in der Stadtbücherei und als Bühnenhelfer werdne gespielt sein. Und spielen werd ich spielen.“

Ossian, TheaterGrueneSosse, Frankfurt
„Ich werde in Frankfurt weiter TFM (Theater-, Film-, und Medienwissenschaft) studieren, aber trotzdem den Festivalrhythmus beibehalten. Dank diesem werde ich endlich mal dazu kommen, etwas zu machen! Schreiben zum Beispiel und mich beim tja bewerben. Damit ich nächstes Jahr auch ohne Stück wieder hier sein kann.“

Frowin, TheaterGrueneSosse, Frankfurt
„Mein kulturelles Jahr beim TheaterGrueneSosse endet im Sommer. Danach möchte ich in Darmstadt Digital Media studieren. Vorher vielleicht noch eine Spanienreise – da war ich noch nie! … Was? Die demonstrieren da? Ich krieg so was nicht mit.“

TAGGS, Schwerin
„Am Montag spielen wir erst mal mit einem anderen TAGGS-Ensemble die Derniere von unserem Stück ‚Im Trüben Fischen – Die Nibelungen’. Und dann werden wir gleich an unserem neuen Theaterprojekt weiterarbeiten, damit wir uns nächstes Jahr hier wiedersehen! Wir wollen den ‚Sandmann’ von E.T.A. Hoffmann auf die Bühne bringen. Aber im Moment befinden wir uns noch in der VVV oder auch FFF, der Vorfreudephase.“

Robert, TAGGS, Schwerin
„Durch den Workshop, den ich hier zum Physischen Theater gemacht habe, bin ich dazu inspiriert worden, mich jetzt nicht nur für Schauspiel, sondern auch parallel für Physical Theatre zu bewerben. Außerdem will ich auch auf jeden Fall unsere Workshop-Leiter, Sarah und Muk an ihren Hochschulen besuchen.“

TAGGS, Schwerin
„Wir hatten hier so einen Eindrucksschock! Auf dem Festival haben wir gesehen, wie viele andere Theaterformen es noch gibt, dadurch werden wir auch einen ganz anderen Blick auf unser neues Jahresprojekt haben. Vor allem aus den Workshops haben wir viel mitgenommen, zum Beispiel einiges an Handwerk für das Schreiben von Szenen. Und was wir in dem Workshop ‚Die Realität hat die geilste Grafik’ gemacht haben, würden wir auch gern mal bei uns ausprobieren.“

Patrick von Mutter Kuhranch, Unterschleißheim:
„Ich studiere Elektro- und Informationstechnik an der TU München. Wenn ich mit Theater weitermachen werde, dann bleibe ich beim Ehemaligen Grundkurs ‚Dramatisches Gestalten’ des Carl-Orff-Gymnasiums. Ich möchte Theater nur im Hobbybereich machen, alles andere wird mir zu viel. Das Theater ist im Gegensatz zum Studium etwas komplett anderes. Es macht Spaß neben dem Lernen. Und ist auch körperlich sehr gut, man braucht nicht mehr zu McFit zu gehen. Es ist auch eine soziale Komponente zwischen den ganzen Studentennerds. Das ttj hat mich entspannt und es hatte viele schöne Bilder. Es verschafft einem eine erweiterte Sicht auf Theater. FZ, ich liebe euch.“

Christian von Mutter Kuhranch:
„Ich studiere Germanistik und Geschichte auf Lehramt. Eigentlich auch Ethik, aber dazu bin ich zu faul. Es wäre schön, wenn das Theater mehr wäre als ein Hobby. Das ttj hat mir verdeutlicht, dass das Jugendtheater in Deutschland eine beeindruckende Qualität und Diversität hat. Ich werde bestimmt sehr traurig sein, dass es vorbei ist. Die Stimmung und Atmosphäre werde ich vermissen. Einfach dieses Festivalfeeling. Ich könnte jedes Jahr wiederkommen. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung für mich. Mein Workshop hat mir sehr, sehr gefallen. Und mich vorangetrieben.“

KarateMilchTiger, Chemnitz:
Undine: „Was ich nach dem Festival tun werde? Weinen, dass ich euch nicht mehr sehe. Schreien, dass Montag wieder Schule ist. Klavier spielen.“
Wolle: „Endlich wieder Sternburg!“
Flo: „Schlafen, Fassbrause vermissen, mich langweilen…
Steffi: Traurig sein, allen erzählen, wie geil es war und mich auf die Proben freuen.“
Sophie: „Ich singe, nein, ich gröle ‚I’m walking on sunshine’ und freue mich, dass wir da sein durften.“
Dennis: “Ich nerve alle damit, wie genial es hier war und bin traurig und glücklich zugleich.“
Johanna: „Ich bin zum Brunchen eingeladen (ja geil: ESSEN!).“
Lena: „Ich lege mich in die Hängematte im Garten und träume davon, wie schön es war, was wir zusammen erlebt haben und welch schöne Momente es gab.“
Frieda: „Traurig sein und alles und jeden hier vermissen, schule, schlafen! und irgendwo Party, sonst langweile ich mich zu Tode!“
Franzi: „Mich zu Hause einschließen und meine Socken begrüßen. Danach Sehnsucht nach Berlin!!! Und endlich wieder in den normalen Biorhythmus zurück finden.“

Jasmin und Vanniii, FFT Düsseldorf:
„Jetzt kommen erstmal blöde Abschlussklausuren und Englischarbeiten. Danach beginnt meine kaufmännische Ausbildung. Mehr wissen wir noch nicht. Außer, dass wir ganz viel mitnehmen werden von hier. Zum Beispiel die Einladung zum KulTür-auf-Festival, für das wir im Oktober nach Berlin kommen werden. Dort können wir zeigen, dass wir mutiger geworden sind auf der Bühne und weniger nervös. Den Kontakt zu den ganzen Freunden, die wir hier kennen gelernt haben, wollen wir auf jeden Fall halten!“

Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg
„Wir würden sehr gerne noch ein Stück zusammen spielen, aber nächstes Jahr machen wir Abitur, manche von uns wollen ins Ausland – es ist unrealistisch, dass es noch mal klappt. Aber wir hoffen, dass wir unser ganzes Leben noch Kontakt halten können.“

Nora, Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg
„Ich bin mir ziemlich sicher, kein Schauspiel zu studieren. Das Leben als Schauspieler fordert so viel Energie, das bedeutet wenig Platz für anderes. Aber es macht auch unglaublich Spaß.“

Joshua, Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg
„Ich möchte kein Schauspiel studieren. Ich brauche sehr lange, bis ich mich auf der Bühne wohlfühle, auch wenn ich dort gerne Zeit verbringe. Ich möchte etwas arbeiten, bei dem ich nicht das Gefühl habe, die Zeit vergeht langsam. Zum Beispiel Grafikdesign – da vergeht die Zeit schnell.

Stimmen zum Schluss

Foto: Dave Grossmann

+++ Also, toll waren die Verpflegung, die Organisation, die FZ, die Abendgestaltung und die Stücke +++ Es war schade, dass einige Workshops schlecht besucht waren +++ Ich bin begeistert vom Festival, da ist etwas zwischen den Gruppen entstanden +++ toll sind vor allem die Leute, die die FZ machen +++ das TJA, TJJ und TJM sollten mehr zusammen machen, da kommt Gutes dabei raus! +++ Das Büffet am Abend war kalt, aber ich wollte warm und die Salate da waren gewöhnungsbedürftig +++ Wir lieben ANTI +++ Die Leute im Hotel waren so unfreundlich +++

+++ Khesrau!!! +++ Das Feuer war großartig und der Garten, ach ja und natürlich die Workshopleiter, die waren toll +++ es war schön zu erleben, wie sich die Gruppen gemischt haben +++ das Mittagessen war der Hammer +++ Freiwein und Freibier, juhu!!! +++ Der erste Abend und der letzte Abend sind/waren die besten Abende überhaupt +++ Tolle Parties! +++ Die Türsteher sind klasse, die sind immer gut drauf und halten einem nachts um drei noch die Tür auf +++ Dieses Jahr war alles so groß, zu groß, alles hat sich ein wenig verloren, in der Wabe war es gemütlicher +++

Die Stücke waren dieses Jahr sehr gut. +++ Respekt!!! +++ Gut war, dass man in 5 Minuten am Hotel war +++ Zwei mal Freibier war toll! +++ Dieses Mal war es spießiger, irgendwie ehrenvoller, offizieller, letztes Jahr war es gemütlicher +++ Gut war die Organisation, alles war perfekt! Getränke waren immer da, sogar gekühlt, das Essen war sehr lecker, es gab tolle Möglichkeiten sich auszuruhen, zum Beispiel die Hollywoodschaukeln +++ Ich mochte die Schifffahrt ++ Der Austausch unter den Theaterleuten war gut +++ Das Hotel war nicht so gut +++

Die „Stimmen zum Stück“ finde ich nicht so gut, die direkt nach der Aufführung zu machen, weil man danach manchmal noch gar nicht weiß, was man sagen soll, manchmal muss man erst eine Nacht darüber schlafen +++ ANTI darf nie sterben! +++ Ich fand toll, wie schnell die FZ war, obwohl ihr alle nie ausgeschlafen wart! +++ Zu den Stimmen zum Stück: Diesmal musste man immer Leute suchen, die die Stimmen zum Stück gesammelt haben, früher in der Wabe waren da 5 Leute wenn man aus dem Stück raus kam, die einen gefragt haben, das war besser gemacht +++

Schade war an dem Festival, dass man nie Zeit für sich hatte, nicht mal eine halbe Stunde Pause +++ Ich liebe das Festival, ich liebe euch alle, ich will dass es weiter geht! +++ Ich will dass es noch eine Woche weitergeht +++ Toll war, dass jeder mit jedem reden konnte +++ Die Diskussionsrunden über die Stücke haben mir nicht so gut geholfen, die waren oft sehr negativ +++ Das essen war

Ich habe so interessante Leute kennengelernt +++ Es ging alles gut und das war das Wichtigste! +++ Ich hatte das Gefühl, dass sich die Kritiken an den Stücken im Laufe der Festivaltage gesteigert haben, weil die Leute sich besser kennengelernt haben und sich mehr getraut haben, was zu sagen. Der Szenisches – Schreiben – Workshop war toll. Es war sehr entspannt, das fand ich schon mal gut. Ich kann davon mitnehmen, dass ich keine szenischen Texte schreiben kann, sondern nur Prosa, ich finde toll, dass ich das ausprobiert habe. +++

Ich bin mit gar keinen Erwartungen hergekommen, aber ich dachte, das wird ein bisschen wie eine Klassenfahrt: alle im Hotel – und schön, ich bin positiv überrascht, weil das alles hier auf einer intellektuellen Ebene stattfindet. Man hat Workshops, in denen man seinen Spieltrieb erweitern konnte. Das Zwischenmenschliche war toll. So interessante Leute kennenzulernen, ganz viel Theater zu sehen in dieser wahnsinns Location. Nach sieben Tagen ist man einfach supertraurig! +++ Die Bandbreite, die uns geboten wurde, war riesig +++

Mein Workshop war so konstruktiv für mich. Ich habe viel zu Figuren gelernt, mit denen man Neues zeigen kann +++ Ich werde sehr viel vom Festival mitnehmen, jeden Abend eine Aufführung zu sehen, war so ein toller Preis, viel besser als einen Pokal oder so etwas +++ Man hat so viele neue Leute kennengelernt, wunderschön +++ Wir werden nach dem Festival in eine Depression fallen +++ Wir kommen wieder +++ Kesh war am besten +++ Der Hammer – wie letztes Jahr +++ Die Fassbrause habe ich wirklich über +++ totalmegasupergeil +++

Wenn ich jetzt versuchen würde, alls Gute aufzuzählen würde ich bestimmt etwas vergessen +++ ANTI darf nie fehlen +++ Ich finde das Leben hier total super: die Konzentration auf die eigene Arbeit: Theater. Die Abschottung von anderen Dingen, die im Leben passieren +++ Selbst ich als Berliner bin weniger hektisch: ich laufe über den Ku’Damm und bin entspannt, nehme alles anders wahr, aber ich merke: die restliche Welt ist immer noch gehetzt +++ man macht das, was einem Spaß macht. Ich bin überzeugt, dass alle, die hier sind, ihre Sache mit großer Leidenschaft machen +++

Schauspielern ist immer ein Rausch +++ Draußen ist so eine leistungsorientierte Gesellschaft. Hier passiert alles mit einer großen Ehrlichkeit.+++ Ich habe auch das Gefühl, hier in meiner Arbeit gewürdigt zu werden +++ die Reihenfolge der Stücke war super, das hat so richtig die Diskussionen angeregt, denn die Stücke, die man gut vergleichen konnte, kamen direkt nebeneinander +++ die Auswahl der Stücke war toll: so viel Verschiedenes! Es gab Ballett auf der Bühne (Testosteron), Kino (Liberation is a journey)… +++ das Festival ist so eine Meditationswoche. Eine Kurwoche ++

Testosteron: Stimmen zum Stück

Foto: Dave Grossmann

++♀ super ++♂ mega ++♂ das Thema hätte mehr hergegeben ++♀ die Körperspannung von Karl hat mir gefallen ++♂ beeindrucken, wie die die Rollen zu viert verteilt habe und doch alles rüber gekommen ist ++♀ die Momente in denen die richtig lebendig und frei waren fand ich gut, zwischendurch ist es manchmal ein bisschen abgefallen ++♂ die Thematik hab ich so im Theater noch nicht gesehen: Pubertät, erste Liebe ++♀ ich war am Anfang skeptisch, weil es mich thematisch nicht gereizt hat, aber durch das Stück haben Sie geschafft, dass es mich dann doch reizte ++♀ bei der sms ich hab mich ertappt gefühlt ++♀ insgesamt sehr positives Bild ++♀ langweilig und unglaubwürdig ++♀ die Geschichte war nicht intim, nicht emotional ++♂ insgesamt gut, aber einige Szenen waren mir zu lang ++♂ geil gemacht, aber zu viel Rumgewichse ++♀ intelligent umgesetzt ++♂ sehr sportlich ++♂ ein schönes Aufklärungsstück für jedes Alter ++♀ die Grundidee fand ich gut ++♂ drei Worte: Es war pornös ++♀ super, riesen Energie ++♀ einfach und effektiv: aus kleinen Gesten hat man ganz viel herausgeholt, was der Zuschauer sofort verstanden hat ++♀ sie haben die Medien sehr gut genutzt ++♀ ich wollte die ganze Zeit einfach nur mitmachen ++♂ man hätte es besser inszenieren können ++♀ ich möchte von allen vier ein Kind ++♂ die Story wurde durch die Bewegungen total unterstützt ++♂ die haben es immer am Laufen gehalten und es war niemals langweilig ++♀ Marina war wirklich am geilsten und am besten gespielt ++♂ sehr viel Musik, sehr viel Energie, sehr viel Schweiß, sehr viel geil ++♂ alles selbst gemacht auf der Bühne, kein Off, sie haben alles selbst erzeugt ++♂ grandiose Ideen +++

++♀ Sahnehäubchen des Festivals ++♂ als die Stimmen von allen Seiten kamen, das war der Moment, der mir in Erinnerung bleiben wird ++♀ was mir im Kopf geblieben ist: Nein. Nein. Nein, nein, nein! ++♂ die Rollenwechsel inkl. der Darstellung von Frauen waren genial ++♀ zwischendurch waren die Musikeinlagen einfach zu lang ++♀ war ganz oké, mir hat’s gefallen ++♂ das waren Sachen, die man als Junge selbst erlebt hat: das mit dem Runterholen ++♂ es hatte Längen und ich hab dann einfach abgeschaltet ++♂ das Ballett der Pubertät ++♂ das muss noch mehr Körperspannung rein ++♂ großartig, mir hat es ganz viel gegeben ++♀ hat mir super gefallen, war lustig ++♂ spannende Momente, aber insgesamt eher halbspannend bis nichtspannend ++♂ die Musik hat mich gestört ++♂ das war ein würdiges ttj-Ende +++

Blaubart: Stimmen zum Stück

Foto: Dave Grossmann

+++ super +++ mega +++ ich hab nach dem Stück einfach nur einen leeren Kopf +++ sehr zart +++ mir hat es sehr gut gefallen +++ es gab sehr berührende Momente, zum Beispiel im Monolog der Blinden +++ ich bin noch unentschlossen, denn das Stück lässt einen ganz unbefriedigt rausgehen +++ provokant +++ sehr starke Bilder, zum Beispiel als Heinrich erdrosselt wird +++ die Frauenrollen waren fantastisch, so stark: wie sie sich ihm alle unterworfen haben, scheinbar, im Endeffekt dann eben doch nicht +++ extrem gute schauspielerische Leistung +++ die Story hat mir nicht gefallen, das Thema +++ warum musste er unbedingt immer alle umbringen? Ich konnte das Motiv nicht erkennen +++ ich hab irgendwann abgeschaltet, weil es so anstrengend war, sich auf die Texte zu konzentrieren +++ ich hab akustisch einfach nichts verstanden +++ die Szene mit dem Eisernen Vorhang, das war zu kurz +++ toll war, wenn sie versucht haben, sich echt wirken zu lassen, zum Beispiel das echt heraus geschnittene Herz +++ die Szene mit der Zigarette: Erst dachte ich, ist ja peinlich, dass die sie sich nicht anzünden, aber die Pointe war dann so cool +++ der Junge ist ein Glückspilz! +++ ich hab das Stück mal ganz anders inszeniert gesehen; heute gab es viel mehr Trash und der Schwerpunkt lag auf den Frauen, wie Frauen in eine Beziehung gehen +++ der Anfang war nicht so gut, weil ich so wenig verstanden habe und da war noch so wenig Energie bei den Spielern, aber ab dem zweiten, dritten Mord wurde es besser, dann hat es mich gepackt +++ schade, dass ich den letzten Satz nicht verstanden habe +++ sie wirkten sehr natürlich, ganz echt +++ es war viel zu leise +++ das Stück ist sehr kurios, aber man kann viel reininterpretieren +++ das Trapez war toll +++ ich hab vielleicht die Hälfte aller Sprechpassagen verstanden +++ für mich war eine Traumwelt: Im echten Leben, ist es doch so, dass die Männer immer was von den Frauen wollten, und hier gab es so viele Frauen für nur einen Mann +++ so viele Eindrücke +++ sechs hübsche Mädchen +++ ich möchte bitte auch ein so schönes Trapez in meinem Wohnzimmer +++ es hat sich teilweise ziemlich gezogen +++ so was von leise! +++ die Schlussszene war so zerhackt +++ gutes Stück +++ ich fand die Geräte, die Turnhalle cool +++ das Stück war erzählerisch stark, zum Beispiel in der Geschichte der Blinden +++

+++ cool, dass der Humor immer in den kleinen Dingen durchkam: Knöpfe aufmachen, Popo wackeln +++ sehr ruhig, sogar die schnellen Szenen waren ruhig, das fand ich seltsam +++ sehr ästhetisch +++ der Text war wunderschön +++ die Stille war sehr angenehm, eine Stille der Aufmerksamkeit und der Spannung +++ bei mir saß die Oma von Joshua daneben und hat alles kommentiert +++ sexy, sexy, sexy +++ diese verschiedenen Darstellungsweisen der Liebe waren interessant +++ das Töten, zum Beispiel: „Schneid mir das Herz raus“, das kann ja auch noch auf einer ganz anderen Ebene verstanden werden +++ wenn ich jemanden liebe, dann liebt derjenige mich ja nie genauso wie ich, sondern entweder mehr oder weniger, das wurde schön deutlich +++ total interessantes Stück +++ cool, abgedreht, total witzige Ideen +++ die Texte, die ich verstanden haben, fand ich sehr schön +++ ich saß sehr weit hinten und war trotzdem so gepackt, das kam vor allem durch die schauspielerische Leistung +++ total gute Textarbeit: so halbironisch, nicht ganz ernst gemeint, aber packend +++ die blonde Frau mit ihren blutigen Oberschenkeln – das ist ein Bild, das sich festgesetzt hat +++ die Fee am Anfang war süß +++ sehr ironisch +++ schöne Kleider +++ sehr leicht und locker, hat mich nicht besonders gepackt +++ extrem +++ ich fand es schwer zu verstehen, wenn man die Geschichte nicht kannte +++ ein wunderschönes, ästhetisches Frauenstück +++ die erste Szene, in der sie alle um die Kiste herumstanden, und man schon wusste, was da drinnen ist – das war am eindrucksvollsten, danach war da keine Spannung mehr +++ das war das erste Mal auf diesem Festival, dass ich so richtig drin war +++

Don’t cry for me, baby: Stimmen zum Stück

Foto: Dave Grossmann

+++ super +++ mega +++ das Ensemble heute hat bis jetzt am meisten die Bühne gerockt +++ es hat so viel Spaß gemacht, da zuzugucken +++ die Szenen mit Musik haben mir am besten gefallen, und dann natürlich Lorenzo am Klavier +++ total witzig und gleichzeitig emotional +++ es gibt so viele Aufführungen von „Romeo und Julia“, aber die hier war kein bisschen langweilig +++ es war alles dabei: Es war laut, es war Trash, es war Musik, es war dramatisch +++ Jesus Christ, I can’t believe it, oh my God! Ich will ein Kind von euch! +++ Lieblingsstück der Woche, absolut +++ die Technik, die Musik, die Handlung, die Schauspieler: wunderbar! +++ am Anfang habe ich leider akustisch sehr wenig verstanden, aber ab den Partyszenen fand ich es richtig gut +++ die Show war endgeil +++ ich hab mich gefragt, warum man zum Schluss noch mal diesen riesigen technischen Aufwand für nur eine Szene betrieben hat +++ diese letzte Szene war so cool, mit all dem Licht: Knaller-Effekt +++ eine Stunde affengeiler Exzess +++ Wahnsinn +++ ich liebe euch alle +++ das erste Stück, bei dem ich gestanden habe +++ die Lichtwand war toll +++ der Text, diese Mischung aus altem Shakespeare-Englisch mit neuer Sprache hat mir gut gefallen +++ es hat einfach alles rundum gepasst +++ man hat an einigen Stellen nicht verstanden, was sie gesagt haben, aber man hat immer verstanden, was sie ausdrucksmäßig wollten, das war immer klar +++ die haben ihre Rollen extrem gut gespielt, sie sind die ganze Zeit drin geblieben +++ Mimik und Gestik waren stimmig +++ Komik haben sie jedenfalls drauf +++ sie haben aus dem Zuschauer jede Emotion rausgekitzelt: das Lachen, das Mitleid, die Traurigkeit, den Kitsch, die Romantik +++ es war schlecht, dass man so wenig verstanden hat +++ am meisten Mitleid hatte ich mit Paris, nicht mit Romeo! +++ cool, wie sie Romeo und Julia zu Punks gemacht haben; ich hätte auf keinen Fall einen Leonardo-Di-Caprio-Romeo sehen wollen +++ schauspielerische Leistung war top! +++ die Texte waren super +++ ganz großes Kino +++ mir hat es nicht so gut gefallen +++ wenn man ein so altes Stück in die Neuzeit verlegt, muss man auch die Sprache komplett mitziehen +++ bunt, hell, wunderbar +++ ich hatte große Probleme, sie zu verstehen +++ man musste nicht denken, nur zugucken, das war super +++ schön entspannen und sich ganz über das Stück freuen +++ ich hab bei der Kussszene wahnsinnig geweint +++ mir war das Schießen zu laut +++ Platzpatronenverbot im Theater! +++ ab und zu war es einfach zu laut +++ zu viel geschrien +++ ich bin mit einem positiven Grundeindruck aus dem Stück gegangen +++ zwischendurch hab ich gedacht: Das ist das beste High School Musical, das ich je gesehen habe, wobei ich noch nie eins gesehen hab… +++ ich bin noch so geflasht +++ schade, dass man sie sie oft nicht verstanden hat, aber sie haben einfach total über die Energie gespielt, deswegen war einem trotzdem alles klar +++ ich wollte die ganze Zeit auf die Bühne rennen, weil es so geil war, ich wollte da hin und so richtig abdancen +++ die überlaute Mucke, die Partyszenen – das war mitreißend und geil +++ „Romeo und Julia“ ist ja nun wirklich ausgelutscht, aber die haben durch ihre Underground-Punk/Cyperpunk-Stimmung alle mitgerissen +++ ich hab die Spieler nicht verstanden; aber dadurch, dass ich die Geschichte kannte, dachte ich mir: Scheiß drauf +++ das war genau das, was wir jetzt gebraucht haben nach den anstrengenden Festivaltagen voller Ernsthaftigkeit +++ so schön: hirnlose Unterhaltung +++

+++ ein sehr sympathisches Ensemble +++ das war ein Stühle-Rücken-Musical, man konnte gar nicht still sitzen bleiben +++ ich fand toll, dass sie die Sex-Witze im Stück ein bisschen rausgestellt haben; das glaubt man gar nicht, aber – der Shakespeare war ja ein kleiner Schmutzfink +++ ich mochte die Szene, wo Romeo Thybalt hinter der Tonne getreten hat; das war so ein Kopfkino-Moment: die ganze Gewalt, die sich in meinem Kopf abspielt +++ ist ja wohl selbsterklärend, dass die Tanzszenen toll waren +++ das waren richtige Wonnenproppen, die man einfach nur knutschen wollte +++ die haben alle so einen Bock gehabt +++ Paris [in Lautschrift: ˈpærɪs], ich will ein Kind von dir! +++ die haben so eine Energie ins Publikum gefeuert +++ sie haben so charmant mit den Lichterketten gespielt +++ unglaublich, dass es ihnen gelungen ist, „Romeo und Julia“ auf 90 Minuten zu kürzen +++ die waren alle so toll +++ ich hatte Gänsehaut, ich habe herzhaft gelacht, ich bin begeistert +++ in der Trommel-Anfangsszene hatte ich Gänsehaut +++ geile Gags +++ sie haben ihren Witz sehr gut durchgehalten +++ Lorenzo und das Kreuz: witzig! +++ hypermegaunrealistisch +++ so viel Neon und Glitzer +++ die beste Stelle war am Ende, als Romeo zu Julia sagt: „Nicht weinen“, das war bewegender als bei Shakespeare +++ die beste Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“, die ich je gesehen hab +++ Daumen hoch, wenn man sich darauf eingelassen hat +++ am Anfang war es gewöhnungsbedürftig +++ viel zu laut, man hätte an einige Stellen drosseln können +++ ich konnte lachen +++ die Adaption ins 20. Jahrhundert war am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber am Ende doch gelungen +++ es gab echt krasse Bilder +++ die Lichteinstellungen waren super, ganz am Ende zum Beispiel oder als sie sich geküsst und dann gedreht haben +++ das ganze Rumgebrülle war blöd +++ toll, dass sie so viel Musik eingesetzt haben +++ die Supernova des Festivals +++

Liberation is a journey: Stimmen zum Stück

Foto: Dave Grossmann

super +++ mega +++ das Bühnenbild war Hammer! +++ ich ziehe den Hut vor denen, dass sie so persönliche Geschichten erzählen +++ immer wenn sie gesungen haben, hatte ich Gänsehaut +++ das Bühnenbild hat mir gefallen, ich hätte mir nur gewünscht, dass es zum Einsatz gekommen wäre +++ das war mehr Dokumentation als Theaterstück +++ am Anfang dachte ich: Da hätte man ja gleich ins Kino gehen können, aber dann habe ich verstanden, dass die Live-Musik die Stimmungen der Filmsequenzen, zum Beispiel in den Lauf-Szenen, noch mal ganz anders verstärkt hat +++ diese Einzelschicksale haben mich schon so ein bisschen berührt +++ sie hätten mehr spielen sollen +++ ich weiß nicht, ob so etwas auf so eine große Bühne gehört und nicht doch irgendwo anders einzuordnen ist +++ es war eine Dokumentation über ihr Leben; darüber, wo sie hinwollen, wo sie hergekommen sind +++ ich fand die Filme nicht besonders gut: Da wurden nur Klischees gezeigt und Dinge, die schon allgemein bekannt sind +++ toll, dass sie ihre Biografien auf die Bühne gebracht haben, dem Festival so viel von sich preisgegeben haben +++ das Singen war so monoton +++ unglaublich intensive Filmsequenzen +++ ungewohnt +++ es war etwas ganz Neues, so etwas habe ich noch nie gesehen, aber ich weiß nicht, ob es meine Form von Theater ist +++ ich fand es viel besser, als ich erwartet hätte, ich hatte mir etwas ganz Anderes vorgestellt +++ sehr schön und sehr traurig +++ wie man so sein Leben einem riesigen Publikum vor die Füße legen kann, das hat Respekt verdient +++ richtig bewegend +++ ich hab mich irgendwann gefragt, warum sie die Musik nicht aufgenommen und dann abgespielt haben; ich weiß nicht, ob das besser gewesen wäre, aber das hab ich mich gefragt +++

+++ die Filme waren toll, aber ab der Hälfte habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass der Vorhang aufgeht und die echten Menschen spielen +++ diese Form hat mich ganz dicht rangeholt: Das hätte ich so nicht vermutet und das finde ich toll +++ das Bühnenbild hat total gewirkt, mit den Requisiten, die da hingen und mit dem Licht +++ der Film war richtig ergreifend, zusammen mit dem Gesang war das sehr stimmig +++ eine spannende, neue Form, die ich so noch nicht gesehen habe +++ ich saß da, und der Druck auf meiner Brust wurde immer größer, es war so ergreifend – und das ging, glaube ich, allen so +++ die Themen waren so authentisch +++ es war wirkungsvoll, dass man in den Filmen diese Kleinigkeiten wie Lippenablecken, Schlucken, Atmen gehört hat +++ ich fühle mich jetzt nach dem Stück erfrischt, es war mal wieder etwas Anderes +++ bei dieser Theaterform habe ich ein gutes Gefühl +++ sehr gelungen +++ das Bühnenbild hat für mich das Zerstörte in den Geschichten noch mal mehr hervorgehoben +++ es hat mich total nah rangeholt +++ die Musik hat mir sehr gut gefallen, das muss man auch mal sagen! +++ man hatte zwei Sichten: Man konnte zum einen auf die Leinwand raufgucken, und zum anderen auch durchgucken und trotzdem etwas sehen +++ das Bühnenbild lässt verschiedene Deutungsmöglichkeiten offen +++ ganz tolle Musiker +++ sehr hoher und produktiver Konzentrationsgrad +++ was die Musiker gemacht haben, ist echt nicht einfach, und sie haben es toll gemacht +++ durch ein Schlagzeug wäre ein Rhythmus reingekommen, bei dem man vielleicht hätte mitgehen können; so hat sich die Musik immer ein bisschen gesteigert und ist dann wieder abgeflaut, das hat die drückende Stimmung unterstrichen +++ überraschend ruhig und langsam +++ ich will den Teddy vom Bühnenbild! +++